Revolution bei der UBS?

Die neue UBS Führung will mittelfristig wieder das hohe Gewinnniveau wie vor der Krise erreichen. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren peilt die Schweizer Großbank einen Vorsteuergewinn von rund 15 Milliarden Franken und eine Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 Prozent an. Im Jahr 2006 hatte UBS einen Vorsteuergewinn von gut 14 Milliarden Franken erreicht. Markige Wort benutzt CEO Oswald Grübel heute Dienstag vor den Investoren in Zürich: „Eine neue Bank werde gebaut, die nachhaltige Gewinne schreiben werde und finanziell stabil sein werde. Und die UBS werde sich an die Werte Aufrichtigkeit, Klarheit und Leistung halten.“

Die Aktionäre hingegen zeigten sich erst einmal skeptisch gegenüber diesen vollmundigen Ankündigungen. Der Schock sitz wohl noch zu tief als das man dem neuen Chef der Bank diese Worte wirklich abkaufen könnte. Der immense Schaden der der UBS durch die Offenlegung der Kundendaten und dem „Verrat am Schweizer Bankgeheimnis“ entstanden ist dürfte auch noch einige Zeit lang nach hallen. Seit Beginn der Krise hat, oder besser wurde, mehrfach das Management der UBS gewechselt, was auch nicht unbedingt zur Vertrauensbildung beigetragen hat. Der Bank wurde ein strenger Sparkurs verordnet und dieser zeigt erste Erfolge, aber noch  immer wandern Kundengelder in Milliardenhöhe ab und dies gilt es in erster Linie für die Zukunft zu verhindern.

Neues Vertrauen muss gewonnen werden um die neu gesteckten Ziele, im Wealth Management mittelfristig ein Neugeldwachstum von rund 5 Prozent zu erreichen. Der Bereich Wealth Management & Swiss Banking soll auf einen Vorsteuergewinn von 6,5 Milliarden Franken kommen. Die Bruttomarge soll dabei bei 100 Basispunkten liegen. Mit diesen Zielen will die UBS einen endgültigen Schlussstrich unter die Finanzkrise ziehen. Diese hatte der Bank seit Anfang 2008 einen Verlust von fast 25 Milliarden Franken eingebracht und viele Arbeitsplätze gekostet. Der Konzern, der Ende 2007 noch 83’500 Angestellte zählte, will nächstes Jahr noch rund 65’000 Mitarbeiter beschäftigen.

Ob dieser Plan so gelingen wird ist momentan noch nicht wirklich abschätzbar. Sollte es der Schweizer Bank gelingen operativ wieder deutlich in die Gewinnzone zurück zu kehren, dürfte sich auch das gewünschte Vertrauen wieder einstellen. Ob die eingeleiteten Maßnahmen dann rückwirkend als „Revolution in der Art, wie wir unser Geschäft betreiben“, laut Grübel, bezeichnet werden können bleibt abzuwarten. Das schweizer Traditionshaus war ja bislang eher nicht für Revolutionen bekannt…Dennoch sind wir der Meinung das die UBS auf einem guten Wege ist sich das Vertrauen der Anleger wieder zu verdienen. Im internationalen Branchenvergleich scheint die Aktie auf den ersten Blick für Lanfristinvestoren attraktiv zu sein.

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