Rettet der Kommunismus den Kapitalismus?

Es hat schon etwas wirklich witziges wenn man liest das die kommunistische Großmacht China den angeschlagenen Super-Kapitalisten, die USA durch sein Wachstum und den Konsum seiner Milliarden Menschen retten wird. Wer hätte das vor ein paar Jahren oder gar Jahrzehnten zur Zeit von Peristroika und Glasnost gedacht. Die gestrige Erholung an den weltweiten Märkten wurde hauptsächlich durch den Starken Anstieg an den chinesischen Börsen getragen, der mit einem Plus von satten 6,2 Prozent auch wirklich überzeugend war. In China dagegen wies der nationale Einkaufsmanagerindex im Februar den dritten Monatszuwachs in Folge auf. Außerdem kündigte die chinesische Regierung an, ihr umgerechnet knapp 470 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket auszuweiten.

Diese wirklich guten Nachrichten kamen gestern zu einem Zeitpunkt an dem man den europäischen und amerikanischen markt durchaus als ausgebombt bezeichnen könnte. Obwohl der Großteil der Marktteilnehmer verständlicher Weise noch skeptisch bleibt ob diese Bewegung nun nachhaltig sein kann spricht fundamental vieles dafür das nun der Großteil der ganzen Krise in den Kursen eigepreist sein könnte. Charttechnisch befinden sich sowieso fast ausnahmslos alle nennenswerten Indizes auf der unteren Begrenzung der langfristigen Aufwärtstrends. Hierzu habe ich gestern auch mal wieder einen Artikel von Grüner/Fischer Investments auf wallstreet-online.de gelesen der dies schön verdeutlicht.

Wir sind also wohl offensichtlich gerade am Scheideweg in die ein-oder andere Richtung. Natürlich bin ich immer noch für steigende Kurse zumal ich in den letzten Tagen die Depots wieder aufgefüllt habe. Aber ob mit dieser Gefallen wirklich getan wird bleibt noch abzuwarten. Die gestrige Kursbewegung der US Indizes in der leztzten halben Stunde zeigt deutlich das die Bären immer noch sehr aktiv sind und noch lange nicht aufgeben wollen. Die Störfeuer von der Konjunkturfront werden wohl auch noch eine Weile anhalten. Der aktuelle Konjunkturbericht der Notenbank Fed, das so genannte Beige Book, trübte die Tendenz an der Wall Street wiedermal etwas ein. Die Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung vor der Jahreswende stünden schlecht, schreiben die Notenbanker…in jedem Falle sollte die Erholung an den Börsen ca ein halbes Jahr vor der wirtschaftlichen Erholung einsetzten.

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