ProSieben SAT1 Media auf dem Weg zum Pennystock

Das ehemals so stolze Vorzeigeunternehmen ProSieben SAT1 Media von Leo Kirch ist auf dem besten Wege bald nur noch ein Pennystock in der deutschen Aktienlandschaft zu sein. Die in letzter Zeit häufig wechselnden Besitzer dürften daran einen großen Anteil haben. Eine gekürzte Dividende und ein allgemein schwächelder Werbemarkt in Deutschland drücken bei den Münchenern und vor allem den Anlegern derzeit mächtig auf die Stimmung, dabei waren die gestern gelieferten zahlen gar nicht mal so schlecht.

Eine hohe Abschreibung auf die Sender der 2007 erworbenen SBS Broadcasting und Belastungen durch Zinszahlungen drückten auf das Ergebnis. Zu den hausgemachten Problemen kamen negative Wechselkurseffekte und ein schwierigeres Geschäft im Zuge der konjunkturellen Abschwächung. Besondere Sorgen dürfte aber die deutlich auf nur noch 8 Prozent gesunkenen Eigenkapitalquote des Unternehmens machen. Wie wir wissen ist das in normalen Zeiten schon kein guter Wert und in diesen Zeitenerst recht nicht.

Der Umsatz konnte hingegen leicht gesteigert werden. Die Sendergruppe erlöste 2008 insgesamt 3,054 Mrd EUR. Zusammen hatten ProSiebenSat.1 und SBS 2007 einen Umsatz von 3,237 Mrd EUR erzielt, so dass sich für 2008 ein Rückgang um 5,7% ergibt. Dies sei zum Teil auf die verringerte Investitionsbereitschaft der Werbekunden aufgrund konjunktureller Unsicherheiten zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Alles in allem keine berauschenden Aussichten und ich könnte mir gut vorstellen das man die Aktie bald unter einem Euro handelt.

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