Porsche, Piech und Jassem Al-Thani

Nun machen neue Gerüchte über den Einstieg eines großen Investoren aus dem Emirat Katar die Runde. „Diese Angelegenheit wird derzeit geprüft“, sagte Scheich Hamad bin Jassem Al-Thani der Nachrichtenagentur Reuters auf die Frage nach einem Interesse Katars an einem Anteil an Porsche oder anderen deutschen Autobauern. Aus juristischen Gründen könne er jedoch nicht mehr dazu sagen. Jedoch steigt mit jedem Tag die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios. Im Nebensatz hieß es das man in Katar auch noch an weiteren Autobauern interessiert sei…vielleicht ist das auch der Grund für den heutigen Höhenflug der Aktien.

Was ist dann nahe liegender als dem Porsche Konzern nicht nur etwas unter die Arme zu greifen um den vorübergehenden finanziellen Engpass zu überbrücken, sondern vielleicht auch noch eine Schippe drauf zu legen damit Porsche den VW Anteil dann doch noch auf 75 Prozent aufstocken kann um einen Beherrschungsvertrag bei den Wolfsburgern anzustreben. Das wäre sicherlich die eleganteste Lösung des Problems. Allerdings hieße dasfür die Familien Porsche und Piech auch das sie in Zukunft eine dritte „Familie“ mit im Boot hätten. Die Frage ob das von den Eigentürmerfamilien gewollt ist stellt sich aber nur bedingt, viel eher muss man fragen ob es eine andere Wahl gibt…

Hoffnungsfroh stimmen auch die jüngsten Aussagen zu den Absatzzahlen beim Sportwagenbauer…Porsche stehe besser da als mancher Konkurrent, so der baden-württembergische SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel. Porsche werde im laufenden Geschäftsjahr 2008/09, das noch bis Ende Juli geht, etwa 80.000 Autos verkaufen und damit einen operativen Gewinn von 700 bis 800 Millionen Euro erzielen, sagte Schmiedel den „Stuttgarter Nachrichten“. Der Politiker berief sich auf ein Gespräch, das er mit Porsche-Finanzvorstand Holger Härter geführt habe. Zudem habe er Einblick in die Bücher bekommen.

Schmiedel zufolge wird Porsche im kommenden Geschäftsjahr 2009/10 wieder mehr als 100.000 Sportwagen absetzen und dann auch wieder mehr als eine Milliarde Euro Gewinn erzielen. „Im operativen Bereich hat Porsche im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern also kein Problem“, sagte er. Trotz der Absatzkrise in der Autoindustrie werde Porsche eine Umsatzrendite von etwa zwölf Prozent erzielen. Dies schaffe kein anderer Autohersteller. Der Eindruck, Porsche sei an die Wand gefahren worden und bräuchte dringend Hilfe aus Steuergeldern, sei daher „völlig falsch“, sagte Schmiedel.

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