Porsche kauft 7,93% von Scania

Die Porsche Automobil Holding SE muss den Aktionären des schwedischen Lkw-Herstellers Scania AB 395 Mio EUR überweisen. Im Rahmen des Übernahmeangebotes seien dem Sportwagenbauer lediglich 7,93% der ausstehenden Aktien zum Kauf angeboten worden, obwohl der Kurs der Scania-Papiere in den vergangenen Tagen leicht unter den Angebotspreis gesunken war, wie die Stuttgarter am Freitag mitteilten. Insgesamt hatte Porsche für alle ausstehenden Papiere umgerechnet rund 2,8 Mrd EUR (31,6 Mrd SEK) geboten. Den Betrag wollen die Stuttgarter komplett aus der Unternehmenskasse bezahlen.

Porsche musste ein Pflichtangebot für Scania vorlegen, nachdem sich das Unternehmen Anfang des Jahres die Mehrheit an Scanias Großaktionär Volkswagen AG gesichert hatte. Der Sportwagenbauer hat jedoch stets betont, kein strategisches Interesse an dem Nutzfahrzeughersteller zu haben, weshalb die angedienten Papiere wohl – wie bei dem Pflichtangebot für die VW-Tochter Audi AG – an die Wolfsburger weitergereicht werden. Porsche erklärte lediglich, der Konzern wolle die Aktien kurzfristig weiterverkaufen. Der Scania-Aufsichtsrat hatte sich erwartungsgemäß gegen das in seinen Augen zu niedrige Angebot ausgesprochen.

Porsche hatte am 5. Januar seinen Anteil an Europas größtem Automobilkonzern auf 50,76% aufgestockt. Da Volkswagen zu rund 69% an Scania beteiligt ist, musste Porsche nach schwedischem Recht ein Pflichtangebot für Scania vorlegen. Die Stuttgarter offerierten 68,52 SEK je A-Aktie und 67,10 SEK je B-Aktie. Das Angebot bezog sich nicht auf die Scania-Anteile, die bei Volkswagen liegen.

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