„Nur“ noch 630.000 Arbeitslose mehr?

Heute stehen mal wieder die Zahlen vom US Arbeitsmarkt an und es steht zu befürchten das eine Erholung hier ebenfalls weiter auf sich warten lassen wird. Selbst wenn von manchen Marktteilnehmern eine leichte Verbesserung der Daten um 20.000 oder 30.000 Stellen erwartet wird, so bedeutet dies letztendlich nur einen Tropfen auf den heißen Stein für die US Konjunktur, nicht mehr und nicht weniger!

Es dürfte zwar dem Markt wieder in die ein oder anderer Richtung bewegen, aber letztendlich hat das eigentlich keine wirklich positiven Auswirkungen auf das ganz große Bild. Ebenso wie der Immobilienmarkt stellt dieser Faktor für die US Wirtschaft und damit auch für den Rest der Welt eine ganz wesentliche Basis dar die nun weggebrochen ist und eine wirkliche Besserung ist lange nicht in Sicht. Sowohl der Immobilienmarkt als auch der Arbeitsmarkt haben sch noch nicht ansatzweise wieder erholt!

Nach der General Motors Insolvenz dürften die Auswirkungen in den folgenden Monaten eher noch deutlich schlechter werden als sich dauerhaft zu verbessern, also nehme ich an das selbst wenn heute bessere Zahlen als erwartet veröffentlicht werden würden es sich hierbei nur um ein Stohfeuer handeln dürfte. Nochmal zur Erinnerung – in den USA gehen derzeit pro Monat mindestens 600.000 Stellen verloren. Zur absolut schlimmsten Zeit in den Jahren 2001 bis 2003 waren es in der Spitze „nur“ ca 300.000 Stellen, eher weniger!

Fazit: Es wird immer noch sehr viel positives an der Börse vorweggenommen und man fragt sich oft als geneigter Leser woher dieser Optimismus stammt. Vielleicht ist es ja auch nur wirklich das was einige Fachleute annehmen, das durch die enormen zusätzlichen Geldmengen die plötzlich im Markt aufgetaucht sind der Aktienmarkt eine zeitlang automatisch angetrieben wird weil das viele neue Geld ja irgendwo hin muss. Wehe wenn das Geld dann wieder weg muss!

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