Nun muß Katar ran…

Und immer wieder Porsche…heute steigt die Aktie stark an und kann sogar einen kleinen Ausbruch aus dem Trend generieren. Sollte dieses Kursnieveau bis zur letzten Handelsstunde gehalten werden können sieht es wohl auch für die kommenden Tage sehr gut aus. Grund für den heutigen Anstieg dürfte folgende Meldung gewesen sein…Der finanziell klamme Sportwagenbauer gibt seine Bitten um Geld von der staatlichen Förderbank KfW endgültig auf. Von der Bank habe Porsche einen ablehnenden Bescheid für das beantragte Darlehen über 1,75 Mrd. Euro erhalten, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit. „Nach dieser Entscheidung wird Porsche Gespräche über alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufnehmen.“

Der Sportwagwenbauer werde keinen neuen Kreditantrag bei der KfW stellen. Porsche wolle mit dem Verzicht seine „Glaubwürdigkeit sicherstellen“. Das Darlehen hätten die Stuttgarter zur Deckung einer Finanzlücke im laufenden Geschäft gebraucht. Zuvor hatte es heftige politische Diskussionen darüber gegeben, ob der Autobauer den Kredit erhalten soll. Vor allem in der SPD war der Widerstand groß. Porsche hatte sich bei der Übernahme von 51 Prozent an Volkswagen verhoben und einen Schuldenberg von 9 Mrd. Euro angehäuft. Unterdessen sind die Verhandlungen mit dem Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) weit gediehen.

Das Emirat hat schriftlich einen Einstieg bei den Stuttgartern angeboten. „Uns liegt ein Angebot der QIA vor, das den Einstieg bei der Porsche Holding SE beschreibt und den Kauf der Optionen auf VW-Aktien“, hatte ein Porsche-Sprecher am Montag gesagt. Jetzt werde über den Preis verhandelt. Zwischen dem möglichen Einstieg und dem Verzicht auf KfW-Kredit besteht nach Angaben des Sprechers kein kausaler Zusammenhang. Bei dem Antrag an die KfW habe es sich um die Finanzierung des laufenden Betriebs gehandelt, bei den Gesprächen mit Katar gehe es um den Abbau von Schulden. Nach FTD-Informationen hat der Wüstenstaat jedoch in seinem Schreiben nur den Kauf von Porsches Optionen auf Volkswagen-Aktien angeboten. Für einen Einstieg bei der Porsche Holding SE seien Bedingungen gestellt worden, die nicht den Preis betreffen, hieß es. Könnte Porsche seine Optionen auf rund 20 Prozent an VW abstoßen, wäre der Stuttgarter Autobauer ein Finanzproblem los.

Die Kosten für die Optionen drücken auf das Ergebnis. Porsches einstiger Plan, die Aktien zu erwerben, wäre nicht mehr finanzierbar. Allerdings habe Porsche-Chef Wendelin Wiedeking gehofft, Katar auch zum Einstieg bei der Porsche Holding zu bewegen, hieß es. Ein Geldsegen etwa durch Katar könnte verhindern, dass die Porsche-Eigner doch noch einen Anteil am Sportwagenbauer an VW verkaufen müssen. Das hatte VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch vorgeschlagen.

Kommentar verfassen

Top