Nicht ganz uneigennützig!

Der Rettungsplan von US Finanzminister Paulson dürfte nicht ganz uneigennützig sein. Denn der ehemalige Goldman Sachs Vorstand hält noch eine größere Position Aktien der größten US Investmentbank. Der Überraschende Einstieg von Warren Buffet bei den Amerikanern sowie der mögliche Einstige der Sumitomo Mitsui Financial Groupbei Goldman Sachs beflügeln heute zusätzlich den Kurs der Aktie. Dennoch gibt es neben dem deutlich gefallenen ifo-Index und den nach wie vor noch nicht abgesegnetem Rettungsplan der US Regierung weiterhin große Unsicherheiten für den heutigen Handelstag.

Goldman Sachs – Genau diese Zentrale des Größenwahns kommandierte Hank Paulson bis 2006. Unter seiner Verantwortung entstanden all jene hochriskanten Finanzprodukte, die bis heute kaum jemand versteht. All diese seltsam harmlos klingenden 3-Buchstaben-Kombinationen wie „ABS“, „CDS“ und „MBS“. All diese „Massenvernichtungswaffen“, an denen die Weltfinanzmärkte zu kollabieren drohen – an denen aber gerade Paulsons ehemaliger Arbeitgeber Goldman Sachs lange Zeit so blendend verdiente. Man muss dazusagen das sich Goldman Sachs bis jetzt aber am besten durch diesen Börsensturm manövriert hat und anscheinend etwas intelligenter als die Branchenkollegen gewesen ist.

Selbst in der gerade beginnenden Bankenkrise 2007 scheffelte Goldman Sachs noch einen Rekordgewinn von 11,6 Milliarden Dollar. Fast die Hälfte dieses Geldes schüttete die Investmentbank traditionell an ihre Top-Mitarbeiter aus. Nicht zu Unrecht trägt Goldman Sachs daher in Manhattan den Spitznamen „Golden Sacks“, da die Top-Banker jedes Jahr säckeweise das Geld aus der Bank schleppen durften.

Auch der frühere Vorstandschef Paulson. Er verdiente 2005 rund 37 Millionen Dollar und in seinem letzten Amtsjahr 2006 geschätzte 16,4 Millionen. Für seine erfolgreiche Arbeit belohnte ihn Goldman Sachs nicht nur mit Bargeld sondern auch mit Firmenaktien. Experten schätzen den Wert seiner Aktienpakete auf bis zu 600 Millionen Dollar.

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