„New Deal“ in der globalen Wirtschaftsordnung

Die europäischen Mitglieder der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich bei ihrem Gipfeltreffen am Sonntag in Berlin für eine bessere Kontrolle der internationalen Finanzmärkte stark gemacht. Die Teilnehmer des Treffens unterstützten laut Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Beaufsichtigung aller Finanzmärkte und -produkte einschließlich Hedgefonds.

Wir bekennen uns dazu, dass alle Finanzmärkte, -produkte und Marktteilnehmer – auch Hedgefonds, auch Ratingagenturen und andere private Anbieter – natürlich einer Aufsicht und Regulierung unterstellt werden müssen“, sagte Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen, das der Vorbereitung des zweiten Weltfinanzgipfels am 2. April in London diente. „Vertrauen kann nur wiederhergestellt werden, wenn die Menschen in unseren Ländern spüren, dass wir eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen“, sagte Frau Merkel weiter.

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy betonte, Europa wolle „die Neugründung des gesamten Systems“ erreichen. „Wir sind uns jetzt alle darüber einig“, hob er hervor. Werde der Gipfel in London kein Erfolg, „dann gibt es keinen Weg zurück mehr“, warnte er. Der britische Premierminister Gordon Brown erklärte, nötig sei so etwas wie ein „New Deal“ der globalen Wirtschaftsordnung.

Konsens war laut Erklärung auch, dass „die Banken in guten Zeiten zusätzliche Eigenkapitalpuffer aufbauen sollen, um für schlechte Zeiten künftig besser gerüstet zu sein“, und dass Sanktionsmechanismen entwickelt werden sollten, um besser gegen die Gefahren geschützt zu sein, die von unkooperativen Jurisdiktionen, einschließlich Steueroasen, ausgehen….

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