Neues von Washington Mutual

Heute entschied das Insolvenzgericht das die Aktionäre von Washington Mutual das Recht haben eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Seit dem Bankrott im Jahr 2008 der einst größten Sparkasse der USA hat es keine solche Veranstaltung mehr gegeben. Nun dürfen auch die Aktionäre endlich ihre Rechte vertreten. Dies kann schon als kleiner Meilenstein in der ganzen Spekulation um eine mögliche Abfindung der Aktionäre bedeuten. Ziel dieser außerordentlichen Hauptversammlung könnte sein die bisherige Unternehmensführung vollständig abzusetzen und eine aktionärs-freundliche Führung für die weiter Begleitung der Verhandlungen einzusetzen.

Hauptargument der Aktionärsvertreter ist dabei, dass heute noch immer die selben Manager, die für die Pleite des Konzerns verantwortlich sind am Ruder sitzen, und dies nicht im Sinne der am Unternehmen beteiligten Personen sein kann. Man müsse auch innerhalb der Insolvenz wieder handlungsfähig sein, hieß es. Ausserdem dürften die Aktionäre nicht weiter daran gehindert werden Ihre Rechte wahrzunehmen. Damit stehen die Chancen dafür das die rechte der Aktionäre gestärkt werden und vielleicht doch noch eine entsprechende Entschädigung zu erwarten ist zwar wieder etwas besser, der Ausgang des ganzen Rechtsstreits bleibt aber ungewiss…

4 Comments

  1. Andreas said:

    Das wurde aber auch höchste Zeit.
    Das BOD wird von den Aktionären gewählt. Die Aktionäre sind die Eigentümer dieses Unternehmens.
    Ergo waren Rosen und Konsorten auch „unsere“ Rechtsanwälte….
    Und was passiert:
    Ab Ende 2009 stehen die gegen uns und wollen mit dem BOD zusammen uns „fertig“ machen.
    Die gehören alle in’s Gefängnis und nirgendwo anders hin.
    Merke: WAMU war nicht zahlungsunfähig, WAMU war solvent (Aussage von Killinger in 04/2010 vor dem Senat), Wamu wurde ungerecht behandelt (shorten nur noch mit WAMU-Aktien möglich, mit alle anderen Bank-Aktien verboten) Paulson?

  2. Nope said:

    Möglicherweise, es ist jedoch höchste Zeit die Führung abzusetzen. Denn nur dann können die Anliegen der Aktionäre besser eingebracht werden.

    • Lars said:

      Tja wer weiß das schon, welche Auswirkungen dies auch immer haben wird. Die alte Führungsriege zu entmachten ist sicherlich für das Unternehmen gut und kann eine Chance für einen echten Neuanfang bedeuten. Ob die Aktionäre dadaurch letztendlich noch profitieren können bleibt fraglich. Ich sehe das eher als reinen Zock, wie beim Roulette, rot oder schwarz..

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