Närrisches Treiben an den Börsen

An den Börsen scheinen die Jecken zu regieren! Der Abverkauf in einigen Aktien scheint nicht enden zu wollen, doch wegen der schwachen Umsätze ist davon auszugehen das es sich hierbei eher um verunsicherte Kleinanleger handelt die Ihre Stücke in den Markt geben, als professionelle Adressen. Dies treibt teilweise seltsame Blüten, wenn ich da nur an die Aktie von Continental, Porsche oder HeidelbergCement denke. Allesamt Aktien die bei fundamentaler Betrachtung deutlich mehr wert sein sollten.

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch zu beobachten welche Aktien bei dem leisesten Hoffnungsschimmer wieder sofort „anspringen“ Genau darauf sollte man als Anleger in diesen Tagen achten, denn das werden die Gewinneraktien der nächsten Aufwärtsbewegung sein, die unserer Meinung nach nicht mehr allzu fern sein dürfte. Als langfristig orientierter Anleger sollte man so langsam damit anfangen, sich bei Kursrücksetzern solide Unternehmen ins Depot zu legen. Schon bald könnte die Zeit der Buy-and-Hold Strategien wiederkommen. Und um Warren Buffett zu zitieren: Dann „ist die Zeit zu investieren und richtig reich zu werden.“

Die Probleme um Griechenland waren eigentlich seit dem Beitritt des Landes in die europäische Währungsunion hinlänglich bekannt. Auch das Spanien, Portugal und Italien weitere Wackelkandidaten sind ist nicht neu. Bisher hatte dies niemanden so recht gestört, doch auf einmal ist die Panik groß. Der schwächelnde Euro ist nur eine logische folge dieser Nachrichtenlage, und vielleicht sogar gewollt. denn nichts hilft uns Europäern momentan so gut wie ein schwacher Euro um unserer Exporte zu stärken. Komischer Weise kam diese Nachricht auch genau in einer Phase in der das gute alte Deutschland seinen lang gehüteten Titel als Exportweltmeister an China abgeben musste…

Es ist also auch durchaus vorstellbar das die ganze Hysterie um die Staatsverschuldung Griechenlands und die damit verbundene Schwäche des Euroraumes eine groß angelegte Exportkampagne der europäischen Regierungen ist. Sicherlich darf man die Situation nicht verkennen und die Verschuldungsgrade einzelner Mitgliedsstaaten müssen weiter genau im Auge behalten werden, dennoch verglichen mit den Problemen der USA scheint dies alles eher relativ zu sein. Den Amerikanern kann diese Entwicklung in Europa sowieso eher wurscht sein.

Viele der dort ansässigen Staatsbürger halten Portugal oder Griechenland wohl eher sowieso für ein Medikament oder etwas Essbares. Dem entsprechend verhalten sich die Börsen in Amerika bereits seit Tagen auch schon wieder deutlich optimistischer. Die neu gewonnene Dollarstärke gibt neuen Mut und Vertrauen in die eigene Wirtschaft und lässt Anleger optimistischer werden. Man darf also nicht vergessen das die Musik der Börsen immer noch in New York spielt. Dow Jones und S&P haben sich bereits wieder gefangen und tendieren leicht in die gewohnte Richtung der letzten Monate.

Deutsche Kleinanleger hingegen scheinen mal wieder in die Angststarre verfallen zu sein.Heute ist Faschingsdienstag, das Ende des närrischen Treibens, und so bleibt zu hoffen das nach dem Aschermittwoch dann der ganze Spaß vorbei ist und wir wieder zur Normalität zurückkehren….

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