Long-Short-Long

Ich weiß ja das ich meiner Meinung bezüglich der weiteren Entwicklung von Dax und Co in dem aktuellen Umfeld nicht gerade zu den populärsten Bloggern gehöre. Alle wollen weiter steigende Kurse sehen und die meisten setzen auch aktiv darauf. Das kann natürlich auch klappen und man sollte sich, wenn man wirklich davon überzeugt ist, auch nicht davon abbringen lassen. Dennoch kann es nicht schaden sich rechtzeitig schon einmal darauf vorzubereiten was wäre wenn die Börsen doch noch einmal fallen werden. Nicht das man es zwingend nutzen muss, aber es ist gut ein Margin Konto, oder ähnliches in petto zu haben mit dem man dann schnell reagieren kann wenn die Stimmung dreht. Ebenso interessant kann es dann sein mal das „Spielfeld“ zu wechseln und beispielsweise mit Währungshandel Geld zu verdienen.

Ein Vergleich der letzten 10 Jahre macht dies etwas deutlicher. Ein Anleger der Anfang 1999 mit 100.000,- Euro in den Markt gegangen wäre und entsprechend die Endphase der Neuen Markt Hausse mitgenommen hätte, dürfte wenn er seine Gewinne daraus dann konsequent im März 2000 in Shortpositionen umgeschichtet hätte, und den Wendepunkt im Sommer 2003 halbwegs getroffen hätte, sowie den Beginn der aktuellen Krise wiederum verkauft hätte ca. 4 Millionen Euro aus dem Startkapital von 100.000 Euro in 10 Jahren gemacht haben. Einen interessanten Bericht hierzu gab es kürzlich von Heiko Thieme.

Hätte, hätte, hätte werden nun einige sagen und das ist wohl auch richtig, denn wohl kaum einem Anleger ist dies so  gelungen. Wenn doch ist man entweder ein riesen Glückspilz, oder hat ein wirkliches Gespür für Markttiming. Nehmen wir mal an man hat nicht alle Punkte 100 prozentig erwischt und auch mal Gewinne wieder abgegeben so war mit einer Long-Short Strategie dennoch deutlich mehr zu holen als sich nur auf der Longsseite zu positionieren. Die Gefahr eines zu frühen Einstieges und somit Geld zu verlieren, sowie durch falsches Timing sogar das Kapital zu vernichten ist zudem extrem groß bei einer reinen Long-Strategie.

Es empfiehlt sich also rechtzeitig ein Forex oder  Eurex Konto oder mittels CFDs und Leerverkäufen die Weichen für einen deutlich höheren Profit an der Börse zu stellen. Das diese Finanzinstumente durch den Hebel nicht ganz ungefährlich sind und es hier noch viel mehr auf ein gutes Timing ankommt möchte ich natürlich auch noch erwähnen. Auf der anderen Seite sind die damit verbundenen Chancen ebenso verlockend, und man muss in Baisse Phasen nicht ganz auf das Trading verzichten….was für Börsensüchtige sicherlich auch ein schlagkräftiges Argument sein dürfte…

Die Zeichen mehren sich das wir uns am Ende der Zwischenerholung in nahezu allen Indizes befinden könnten, und einzelne Aktien können auch seit Wochen trotz starker Tage wie am Montag oder auch zu Handelsstart heute nicht mehr an Ihre alten Höchststände anknüpfen.  Bei der kleinsten Schwäche des Marktes sind die Tagesgewinne wieder weg und der 10 Tages Chart zeigt meistens eine eindeutige Richtung – wenn auch noch verhalten. Es wird bald wieder vermehrt Vermögen in Gold und andere Edelmetalle umgeschichtet. Die Stimmen das wir inzwischen in einer Übertreibungsphase sind, die nicht mehr viel mit der Realwirtschaft zu tun hat, sowie die aktuellen KGVs im Dax die ja de facto immer noch mit den Gewinnen der letzte 10 Jahre verglichen werden runden da das Bild nur noch ab…

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