Lehman Brothers in der Not..

Nach zweistelligen Kursgewinnen zum Handelsbeginn heute gab die Aktie des US Investmenthauses schließlich doch die Gewinne wieder ab. die Verunsicherung der Anleger ist groß.  Investoren befürchten es könne hier bald einen zweiten Fall Bear Stearns geben. Lehman-Vorstandschef Richard Fuld sucht nach Wochen heftiger Kursstürze nach einem wirkungsvollen Befreiungsschlag. Das Brokerhaus kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Die Krise der US-Investmentbank weckt allmählich Erinnerungen an die Beinahepleite des Konkurrenten Bear Stearns.

Um die Sorgen vor einer Liquiditätskrise zu zerstreuen, hat Fuld Vermögenswerte verkauft und die Bilanz gestärkt. Mehrere Kennzahlen spiegeln das wider: Der Bestand kurzfristig veräußerbarer Wertpapiere – Liquidity Pool gennant – lag Ende Mai bei 45 Mrd. $. Ende Februar waren es nur 34 Mrd. $ gewesen, wie aus aktuellen Mitteilungen an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Das Volumen von hypothekenbesicherten Anleihen schrumpfte Fuld im vergangenen Quartal von 89 Mrd. $ auf 72 Mrd. $. Den Bestand an Suprime-Hypotheken reduzierte er von 5,3 Mrd. $ auf 2,8 Mrd. $.

Neben der strategischen Allianz  mit einem bislang noch nicht genannten Partner ziehe das Institut ferner eine Art Aktienrückkaufprogramm oder den Verkauf eines Vermögenswerts in Betracht, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf informierte Kreise.

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