Kein Ende der Geldvernichtung bei Fannie Mae

Fannie Mae schockt schon wieder mit einem satten Verlust von 19 Milliarden US-Dollar. Es scheint kein Ende nehmen zu wollen das Drama um die US Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Genau wie bei der deutschen HypoReal Estate müssen immer wieder neue Milliardenbeträge zur Stützung dieser maroden Unternehmen aufgewendet werden um sie künstlich am Leben zu halten. „To big to fail“ ist die Devise sowohl hier zu Lande als auch in den USA. Ein Zusammenbruch der Hypothekenfinanzierer hätte fatale Folgen für dei Gesamtwirtschaft wird befürchtet. Langsam aber muss man sich die Frage stellen was denn das kleinere Übel wäre. Der Niedergang eines gescheiterten Geschäftsmodells oder ein bereinigendes Gewitter und die „frei werdenden“ Milliarden für einen Neuanfang nutzen…

Der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im dritten Quartal erneut hohe Verluste geschrieben. Unter dem Strich habe ein Fehlbetrag von 18,9 Mrd. $ gestanden, teilte das staatlich kontrollierte US-Institut am Donnerstag mit.Das erneute Quartalsminus verdeutlicht die Schwierigkeiten von Fannie Mae, gegen steigende Kreditausfälle anzukämpfen und zugleich den Häusermarkt zu stabilisieren. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit können immer mehr Bauherren ihre Kredite nicht mehr bedienen. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Rückstellungen für Problemkredite. Fannie Mae will nun den amerikanischen Staat wieder um finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 Mrd. $ bitten. Damit würden die Hilfen der Regierung auf insgesamt 60,9 Mrd. $ anwachsen.

Für den Ausbruch der Finanzkrise in den USA machen Experten unter anderem die jahrelange sorglose Vergabe von Immobilienkrediten an finanzschwache Haushalten verantwortlich. Dass sich seit Ausbruch der Krise in den USA hieran nicht viel verändert hat, zeigt dieser Artikel

2 Comments

  1. Lars said:

    Da drängt sich mir doch die Frage auf ob wir nun inzwischen soweit sind das diese genannten „Abläufe“ selbstverständlich sind. Ich hoffe ehrlich gesagt nicht das dem so ist. Der Artikel bezieht sich eher auf die beiden Hypothekenfinanzierer und weniger auf Grund und Ursache des ganzen.
    Dennoch ist es eigentlich ziemlich logisch und leicht verständlich das genau aus diesem genannten Grund die Situation in den beiden Unternehmen so ist wie sie eben ist….

    Richtig ist es auf jeden Fall diese Überlegungen in seine Anlageentscheidungen mit einzubeziehen und das wohl auch noch deutlich über das Jahr 2011 hinaus.

    viele Grüße Lars R.

  2. Karl Waldheim said:

    bischen oberflächlich geschrieben. Behauptet wird, daß der Artikel zeigt, daß in den USA weiter sorglos mit Krediten umgegangen wird. Das mag so sein, jedoch fehlen konkrete Belege dafür. Auch scheint dem Verfasser unbekannt zu sein, daß hier ein dynamischer Prozess abläuft, die Folgen der Finanzkrise treten erst jetzt und in den folgenden Jahren zutage. Mit derartigen „Überraschungen“ ist noch mindestens bis 2011 zu rechnen. Wer das nicht einkalkuliert, sowohl in seiner Erwartungshaltung als auch in seinem Anlageverhalten, wird immer wieder entrüstet über an und für sich selbstverständliche Abläufe berichten.

    Gruß K.W.

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