Kalifornische Bausparbank IndyMac ist pleite!

Es gibt ein neues Opfer der Kreditkrise. Zu viele besorgte Anleger wollten auf einen Schlag ihre Einlagen zurück haben und brachten damit die angeschlagene IndyMac zum Absturz. US-Aufsichtsbehörden haben die Bausparbank IndyMac am Freitag geschlossen. Der Zusammenbruch des Instituts ist der größte Banken-Crash in den USA seit dem Kollaps der Continental Illinois National Bank im Jahr 1984.

Am vergangenen Montag hatte IndyMac noch mitgeteilt, dass es keine neuen Kreditanträge mehr annehme und 3.800 Arbeitsplätze abbauen werde was der Hälfte aller Arbeitsplätze entspricht. Der Vorstand des Unternehmens verkündete noch vollmundig das man so sicher durch die Krise steuern werde.

Die Krise bei der Bausparbank hatte sich zugespitzt, nachdem Senator Charles Schumer vor einem drohenden Kollaps des Instituts warnte und die Aufsichtsbehörden aufforderte, etwas zu unternehmen. Innerhalb von nur elf Tagen nach der Veröffentlichung von Schumers Brief hoben IndyMac-Kunden über 1,3 Mrd. $ ab, was die Kapitaldecke des Unternehmens zusätzlich überproportional strapaziert hat.

Der größte unabhängige börsennotierte Baufinanzierer wurde vom Staat übernommen. Es ist eine der größten Bankenpleiten in der US-Geschichte überhaupt und bereits der fünfte Zusammenbruch eines Instituts in diesem Jahr. Von den Börsen verdaut wird die bittere Pille erst am Montag – keine guten Aussichten also für den Wochenstart.

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