Josef Ackermann rudert zurück…

Wie das Fähnlein im Winde verhält sich derzeit der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann. Nachdem er kürzlich erst durch eine relativ hochmütige Haltung für Furore gesorgt hatte…und eine Inanspruchnahme der Staatshilfe kategorisch ablehnte rudert er nun zurück. Ebenso die prognostizierte Dauer der aktuellen Krise wurde in der vergangenen Woche noch als eher kurzfristig abgetan. Heute dann folgendes Statement von Herrn Ackermann.

„Ich glaube, wir werden noch zwei, drei Jahre unter dieser Krise leiden“, sagte der Manager der „Welt am Sonntag“. Außerdem rechnet Ackermann nicht mehr damit, dass die Deutsche Bank ihren Rekordgewinn des vergangenen Jahres von mehr als acht Milliarden Euro vor Steuern wieder erreicht. „Heute unter dem Eindruck der Krise erscheint es unrealistisch, dass wir wieder einmal so gute oder vielleicht sogar noch bessere Zahlen vorlegen“, „Aber ich bin mir sicher: Dieser Tag kommt. Vielleicht sogar schneller, als wir denken.“ sagte er der Zeitung. Seine Bank habe die Verwerfungen bislang jedoch unbeschadeter überstanden als viele Wettbewerber.

Ackermann äußerte sich auch zum Rettungspaket der Bundesregierung. Eine Teilnehme will er nicht mehr um jeden Preis ausschließen. „Wir erhalten nach wie vor relativ günstig Fremdkapital. Allerdings werden wir sorgfältig beobachten müssen, ob sich aus der staatlichen Hilfe aufgrund verschiedener Lösungsansätze in einzelnen Ländern nicht am Ende doch Wettbewerbsnachteile ergeben“, sagte Ackermann der „Neuen Züricher Zeitung“. „Ich glaube, dass die Deutsche Bank es auch so schaffen kann“, ergänzte er in dem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“.

Kommentar verfassen

Top