Jahresprognose 2008

Gold für kluge Angsthasen

die Weihnachtstage liegen nun endgültig für dieses Jahr hinter uns, und der Jahreswechsel in ein ich denke zumindest sehr interessantes Börsenjahr 2008 direkt vor uns. Die Prognosen für dieses kommende Jahr sehen sehr unterschiedlich aus. Vom totalen Zusammenbruch des westlichen Finanzsystems und einer Wiederholung des Jahres 1929 und der grossen Rezession, bis hin zu 10.000 Punkten im Dax laut Harry S. Dent ist glaube ich alles dabei.

Das nächste Jahr wird schwierig werden, insbesondere wohl für exportstarke Titel, und die Unsicherheiten werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Vielleicht geht auch noch mal ein Grollen in Form einer stärkeren Korrektur an allen wichtigen Weltbörsen durch die Depots vieler Anleger, aber es werden sich auch in manchen Wirtschaftszweigen neue Highflyer finden lassen die neue Höchststände ausbilden werden.

Ich denke nicht das es einen grossen Knall geben wird in dem sich die gesamte Börse für viele Jahre wieder mal, ähnlich wie in den Jahren 2000-2003, in Leichenstarre begeben werden. Vielmehr gilt es jetzt die Chancen zu erkennen, und konsequent darauf zu setzten.

Und wer ganz ruhig schlafen möchte kauft sich einfach physische Gold, das dürfte gerade wenn es kracht vor einem ungeahnten Comeback stehen, und wird immer knapper weil die neuen Reichen aus Russland, China und Indien so drauf stehen..

Das US-Wahljahr 2008

Nicht vergessen sollte man das wir nächstes Jahr ein US Wahljahr haben werden. Die Börsen sind schon immer gut gelaufen wenn ein Wechsel in der obersten Führungsebene des amerikanischen Volkes anstand. Dieses Mal ist es jedoch anders – nicht nur weil vielleicht eine Frau den Stuhl des mächtigsten Mannes der Welt beerben könnte, sondern weil sich die amerikanische Politik auch aussenpolitisch und insbesondere nach einem positivem Wahlausgang für die Demokraten deutlich ändern dürfte. Dazu zähle ich auch internationale Bemühungen bei der Welt-Klimakonferenz und ein Einlenken in punkto Kyoto-Protokoll, sowie ein verstärkter Ausbau der regenerativen Ressourcen wie Windkraft, Solarstrom, Erdwärme und Bio-Kraftstoffe. Grün bleibt auch im Börsenjahr 2008 die schönste Farbe.

Sind Amerikaner dümmer als Chinesen?

Selbst der dümmste Amerikaner oder Chinese müsste langsam kapiert haben das es so nicht weitergehen kann. China, diese eigentlich in dieser neuen Form sehr junge Nation, erstickt bereits jetzt im Müll und im Smog. Im Gegensatz zur derzeitigen Amerikanischen Führung haben die Chinesen aber heute schon erkannt das diese Geschwindigkeit des wirtschaftlichen Wachstums nur einhergehen kann mit einer entsprechenden Fürsorge für die Umwelt und somit auch für die Zukunft unseres Planeten.

Natürlich geht auch hier die ganze Entwicklung nicht schnell genug, aber im Gegensatz zu einer extrem profitorientierten US Regierung unter George W. Bush frei nach dem Motto nach uns die Sintflut, wirkt die chinesische Regierungsspitze zumindest in diesem Punkt deutlich erwachsener. Nicht zu vergessen die arabischen Staaten die sich gerade auf eine 180 Grad Kehre vorbereiten.

Das wird sich wohl in absehbarere Zeit auch in einer deutlich stärker werdenden chinesischen Währung und einem entsprechend weiterhin schwachen Dollar wiederspiegeln. Ich behaupte mal das der US Dollar zumindest noch bis zum Abtreten des amtierenden US Präsidenten weiterhin schwach tendieren wird. Vielleicht sehen wir sogar in 2008 noch die Marke von 1,65 USD/Euro.

Dafür können aber die Amerikaner nichts und sie sind keinesfalls dümmer als Chinesen, sie hatten halt nur kein besonders glückliches Händchen bei der Auswahl Ihres Häuptlings!

bald eine US-Präsidentin?

Man darf gespannt sein der Name Clinton steht für gesundes und effizientes Wirtschaftswachstum, vergleicht man doch die Amtszeit Bill Clintons mit der „Wirtschaftswunder“ – Zeit in Deutschland zu Zeiten Herrn Erhards. Auch seine Frau hat sicherlich das Zeug dazu eine ganz aussergewöhnliche Präsidentin zu werden, und vielleicht das Erbe Ihres Mannes entsprechend wieder aufzunehmen und weiter zu führen. Ich würde es mir im Sinne aller Amerikaner und des Weltklimas wünschen, und bin froh das jetzt auch bald wieder weltpolitisch ein neuer Abschnitt ansteht, so oder so. Vielleicht schaffen ja die starken Mädels was die schwachen Jungs nicht auf die Reihe bekommen haben. Hierzulande sieht es ja zumindest ganz danach aus.

Und wenn Frau Clinton nicht in irgend einen Skandal verwickelt wird der mit Zigarren oder ähnlichem zu tun hat sollte es dann vielleicht über eine erste Amtszeit hinausgehen…das ließe auf rosige Zeiten für Öko-Depots und vor allem für unseren Planeten hoffen.

Was wird aus der Subprime Krise?

Eines der Un-Worte des Jahres dürfte wohl „Kreditklemme“ sein. Die Banken haben sich verzockt und dabei eine Gesamtsumme auf den Kopf gehauen die man sich als Normalsterblicher nichtmal auszusprechen traut. Somit stecken Sie in der Kreditklemme weil sie jetzt nicht mehr genug Geld haben das sie teuer an arme unschuldige Anleger zu teilweise überhöhten Konditionen vergeben können. das ist eigentlich schade für die Banken und deren Anleger, eventuell aber gut für die Verbraucher.

Denen wird jetzt kein Kredit ohne Sicherheiten über 20, 30 oder sogar 50.000,- Dollar mehr gegeben, obwohl die Bank schon bei Abschluss davon ausgehen kann das der Schuldner diese nie wieder zurückzahlen kann, und somit, so kein Wunder geschieht, auf Lebzeiten ein braver Zahler bleibt.

Dies wurde von einigen Banken jahrelang praktiziert und sie haben gut davon gelebt. Entsprechend sorglos sind sie mit Ihren Gewinnen umgegangen, da dieses Geld einfach zu leicht verdient wurde. Nun ist es wieder futsch, und vielleicht haben alle daraus gelernt. Die Banken, die Häuslebauer, die Kreditnehmer und die Anleger!

Das erste Halbjahr kann noch etwas aufregend werden bis alle Leichen aus dem Keller sind, aber wir werden uns daran gewöhnen und spätestens im zweiten Halbjahr sieht die Welt schon wieder anders aus.

Preisverfall bei Immobilien?

Vielleicht! Immobilien könnten auch in Europa noch ein wenig unter der aktuellen Situation leiden, wohl aber nicht in dem Maße wie es den amerikanischen in den letzte Wochen passiert ist. Speziell der deutsche Immobilienmarkt hat diese heftigen Preissteigerungen wie z. B. in England und Skandinavien nicht mitgemacht, und stellt im internationalen Vergleich ein echtes Schnäppchen dar. Dies ist auch umso mehr ein Grund warum ich glaube das deutsche Immobilienwerte vor einem grossen Comeback stehen.

Hierzulande können jetzt noch bezahlbare Immobilien zu immer noch moderaten Konditionen finanziert und weiterverkauft werden. Speziell das Erbbaurecht-Geschäftsmodell von Vivacon ist hier sehr interessant bei dem für die nächsten 99 Jahre regelmäßige Einnahmen generiert werden. Ebenso interessant sind Estavis, Franconofurt und Gagfah. Immobilienpreise könnten also noch mal geringfügig fallen, werden aber mittelfristig steigen und Immobilienvermarkter davon stark profitieren.

Ölpreis bleibt 2008 mittelfristig unter 100 Dollar/Barrel

Der Ölpreis wird natürlich auch in 2008 wieder ein ganz entscheidender Faktor für die Weltwirtschaft sein. Besonders Energieintensive Unternehmen werden es bei gleichbleibend hohen Energiekosten schwer haben Ihre Gewinnprognosen zu halten. Ein Ölpreis über 100 Dollar wäre für die gesamte Weltwirtschaft Gift, das wissen auch die Herren an den Zapfhähnen in den arabischen Nationen. Dennoch ist es kurzfristig sogar vorstellbar das sich der Ölpreis in der Spitze bis zu 120 Dollar je Barrel entwickelt. Dies sollte aber (hoffentlich) nur kurzzeitig der Fall sein.

Nachdem die Wüstensöhne sich langsam in alle Bereiche der westlichen und östlichen Wirtschaft einkaufen, weil sie wissen das Ihre Ölvorkommen endlich sind werden sie ein berechtigtes Interesse daran haben den Ölpreis verträglich in die neue Dekade zu steuern. Auch hier sollte eigentlich im Jahresverlauf eine Stabilisierung eintreten. Keine Ahnung wo diese Marke dann liegen wird, aber ich bin mir sicher unter 100 Dollar/ Barrel.

Ab dem Jahr 2010 kann alles schon wieder ganz anders aussehen..die Arabischen Staaten planen eine Gemeinschaftswährung wie den Euro, ratet mal in welcher Währung Öl dann auf den internationalen Märkten gehandelt wird.

Also nochmal kurz zusammengefasst, Ich glaube das 2008 ein gutes Börsenjahr mit möglichen 9200 – 9300 Punkte im Dax werden kann die Immobilienkrise wird sich beruhigen und gerade Finanz- und Immobilienwerte ein starkes Comeback feiern. Alternative Energien bleiben das Top Thema, allerdings nicht nur „made in Germany“. Öl bleibt mittelfristig unter 100 Dollar, Energie aber weiterhin teuer. Immobilien sind nach wie vor eine prima Anlageklasse gerade in Deutschland. Der Dollar bleibt schwach und wird sich erst unter der möglichen, ersten amerikanischen Präsidentin Hillary Clinton wieder erholen. Trotzdem hat er als Weltwährung schlechthin langsam das Rentenalter erreicht.

Gold ist und bleibt die Anlageklasse für Sicherheitsbewusste und steigt in 2008 deutlich über 1000,- Dollar je Unze, gerade auch wegen der immer höheren Nachfrage und Knappheit des Rohstoffes.

So jetzt hab ich mich mal mächtig aus dem Fenster gelehnt, natürlich bin ich kein aber ich denke das ich in dem eine oder anderen Punkt richtig liegen werde. Bin gespannt auf Eure Reaktionen 😉

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