ING Groep wird Diba nicht verkaufen!

ING müsse wegen Milliardenhilfen vom niederländischen Staat sein komplettes Portfolio an Tochtergesellschaften auf den Prüfstand stellen und dabei stehe auch ING-Diba zur Disposition, hatte die „Financial Times Deutschland“ am Dienstag unter Berufung auf Finanzkreise berichtet. Entscheidungen, welche Töchter möglicherweise verkauft werden sollen, seien jedoch noch nicht gefallen. Die EU-Kommission hatte die staatliche Unterstützung nur vorläufig genehmigt. ING muss in den kommenden Wochen einen Restrukturierungsplan vorlegen. Es sei zu erwarten, dass die Kommission verlangt, dass ING sich zum Ausgleich für die staatliche Hilfen von werthaltigen Töchtern trennt, berichtete die „Financial Times Deutschland“ weiter.

ING-Diba ist mit 6,7 Millionen Kunden die größte Direktbank in Deutschland und hat in den vergangenen Jahren konstant Gewinne abgeworfen. 2008 waren es vor Steuern 412 Millionen Euro. Die Bank ist zur Refinanzierung nicht auf die Kapitalmärkte angewiesen, ihr Einlagevolumen lag Ende 2008 bei 64,4 Milliarden Euro. In Finanzkreisen gilt es der „FTD“ zufolge daher als wahrscheinlich, dass ING die Deutschland-Tochter nur aufgrund massiven Drucks durch die EU-Kommission aufgeben würde. Der ING Kurs hat in den vergangenen beiden Handeltagen wiederkräftig nachgegeben.

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