Hubertus von Grünberg titt sofort zurück!

Der Machtkampf zwischen dem Autozulieferer Continental aus Hannover und Großaktionär Schaeffler eskaliert. Im Streit mit dem fränkischen Konzern trat Conti-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg am Freitag mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. „Es zeichnet sich ab, dass Continental weiter Schaden nimmt“, sagte von Grünberg nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Frankfurt. „Wir laufen Gefahr, in das Schaeffler-Problem hineingezogen zu werden.

„Die schwer angeschlagene Schaeffler-Gruppe sei der Forderung nach einem tragfähigen Zukunftskonzept nicht nachgekommen und stattdessen auf Konfrontationskurs gegangen. Bis zur Wahl eines neuen Aufsichtsratschefs auf der Hauptversammlung am 23. April leitet nach Conti-Angaben von Grünbergs Stellvertreter Werner Bischoff das Kontrollgremium kommissarisch.

Schaeffler wies die Vorwürfe von Grünbergs zurück. Dieser habe das Vertrauen im Aufsichtsrat verloren, sagte ein Sprecher des fränkischen Unternehmens am Freitag. Die Besprechung eines Zukunftskonzeptes habe bei der Sitzung in Frankfurt überhaupt nicht auf der Tagesordnung gestanden. Schaeffler arbeite weiterhin mit Hochdruck an diesem Papier. Für einen tragfähigen Plan, wie die beiden Unternehmen zusammenarbeiten wollen, benötige der Conti-Großaktionär noch etwas Zeit.

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