Hosen runter!

Die nächste Woche dürfte es zeigen…Korrektur oder Konsolidierung. Nach zwei Wochen mit Verlusten in Folge könnte eine Aufholjagd an den US-Börsen auch in der kommenden Woche durch neue Hindernisse gebremst werden. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei der Auftakt der Bilanzsaison für das dritte Quartal. Die Anleger erhoffen sich von Bilanz-Frühstartern wie dem Aluminiumkonzern Alcoa nun eine Verbesserung der Konzernumsätze, was als wichtiger Indikator für die Ausgaben von Verbrauchern und der Wirtschaft gilt. „Wir haben längst noch nicht alle Probleme gelöst“, sagte William Rutherford, Präsident von Rutherford Investment Management. „Wir haben noch einige Hindernisse vor uns.“ Die Konzerngewinne müssten sich nun als gut genug erweisen, um die seit März erzielten Börsengewinne zu rechtfertigen.

Das Dow-Unternehmen Alcoa gibt am Mittwoch nach Börsenschluss wie üblich den Startschuss. Auch von PepsiCo, Monsanto, Yum Brands und der Costco Wholesale Group werden in der kommenden Woche Zahlen erwartet. Jetzt muss es sich zeigen ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt gewesen sind. Es heißt also „Hosen runter“

Der Konjunkturkalender ist in der kommenden Woche übersichtlich, doch gleich am Montag dürften Zahlen von Amerikas riesigem Dienstleistungssektor auf das Interesse der Anleger stoßen. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen mit einem Anstieg des ISM-Indexes auf 50,0 Punkte – der Schwelle zum Wachstum. Am Donnerstag dürfte der monatliche Bericht über den Umsatz im Einzelhandel Hinweise auf das Verhalten der Verbraucher geben, die unter dem Druck des gespannten Arbeitsmarktes stehen. Ebenfalls am Donnerstag werden die Investoren mit Spannung den Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke folgen, der sich zur Bilanz der US-Notenbank äußern soll.

Unterstützung bekommt die Wirtschaft und damit natürlich auch die liquiditätsgetriebene Börse weiterhin von der Politik…Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) will zunächst einmal an den teuren Programmen zur Krisenbekämpfung festhalten und noch nicht umsteuern. Wir werden die konjunkturstützenden Maßnahmen so lange in Kraft lassen, bis der Aufschwung abgesichert ist“, hieß es im Abschlusskommunique der G7-Finanzminister nach einem Treffen bei der IWF-Herbsttagung am Samstag in Istanbul. Die G7 sprach von vermehrten Zeichen in jüngster Zeit, dass die wirtschaftliche Erholung auf dem Wege sei und sich die Bedingungen an den Finanzmärkten verbesserten. Grund für ein Zurücklehnen gebe es aber nicht: die Wachstumsaussichten blieben fragil und an den Arbeitsmärkten gebe es bislang keine Anzeichen für eine Verbesserung.

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