Gagfah lockt mit dicker Dividende trotz Verlust

Deutschlands größte Immobiliengesellschaft, die Gagfah Immobilien AG, hat momentan rund 170.000 Wohneinheiten im Bestand. Überwiegend befinden sich die Immobilien im Raum Berlin und Dresden. Im Dritten Quartal konnte die Gagfah AG zwar nicht wieder in die Gewinnzone zurückkehren, dennoch lag das Ergebnis leicht über den Erwartungen des Marktes. So stieg das operative Ergebnis im dritten Quartal in absoluten Zahlen deutlich von 38,2 auf 46,2 Millionen Euro. Analysten waren lediglich von 41 Millionen Euro ausgegangen. Beim Nettoergebnis sehen die Zahlen aber leider immer noch alles andere als rosig aus. Vor Steuern lag der Fehlbetrag im Quartal bei 37,9 Millionen Euro, netto lag das Minus bei 24,7 Millionen Euro, nach minus 16,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Verantwortlich für den Quartalsverlust waren wie im zweiten Quartal gestiegene Zinskosten. Außerdem trugen Abschreibungen auf den Immobilienbestand zum Ergebniseinbruch bei. Der Net Asset Value hat sich innerhalb von drei Monaten von 13,17 Euro je Aktie auf 12,81 Euro je Aktie per Ende September 2009 verringert. Statt der AG weiter einen Sparkurs zu verordnen hat die Gagfah Führung nun beschlossen eine Dividende von 20 Cent je Anteilsschein auszuschütten um die Aktionäre bei Laune zu halten. Die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen darf durchaus bezweifelt werden. Bei einem derzeitigen Aktienkurs von 6,75 ergibt dies eine aufs Jahr hochgerechnete Dividendenrendite von rund zwölf Prozent. Ob dies der tatsächlichen Entwicklung des Immobiliengeschäfts der Gagfah AG Rechnung trägt bleibt abzuwarten. Dennoch hat die Deutsche Bank hat die Einstufung für Gagfah auf „Buy“ mit einem Kursziel von 7,80 Euro belassen.

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