Freddie war schuld! Barrons Bericht verursacht Talfahrt

Es war wieder einer der großen US-Hypothekenfinanzierer, Freddy Mac, der die Märkte am Abend in Schockstarre versetzte. Bereits im laufenden dritten Quartal und nicht erst im kommenden Jahr benötige man eine Kapitalspritze von 5,5 Milliarden Dollar, hieß es am Abend. Das genügte, um die bis dahin orientierungslosen Märkte auf Talfahrt zu schicken. Während der Dow Jones Index in New York bis um 20 Uhr deutscher Zeit 1,3 Prozent oder 152 Punkte abgeben muss, büßt der Dax 0,7 Prozent ein und sinkt unter die Marke von 6400 Zählern.

Berichte über die bevorstehende Übernahme durch die US-Regierung haben die Aktien der weltgrößten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac so tief fallen lassen wie seit 18 Jahren nicht mehr. Die Titel gerieten bis zu 19 Prozent ins Minus.

Der Barron’s-Bericht trug zur Belastung der Aktien aus dem gesamten Finanzsektor bei. Zudem stufte Merrill Lynch das Kursziel für die Freddie-Aktie herunter. Unter Druck geriet erneut Lehman Brothers: Analysten prognostizieren, dass die viertgrößte Investmentbank im dritten Quartal einen Verlust von 1,8 Mrd $ melden würde – statt wie angenommen einen leichten Gewinn von 250 Mio. $. Erst vergangene Woche hatten Analysten die Befürchtung geäußert, dass auch bei der bislang weitgehend verschont gebliebenen Investmentbank Goldman Sachs Einbrüche zu vermelden sein würden.

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