Freddie und Fannie fallen weiter..

S-Finanzminister Henry Paulson verkündete heute das man die beiden angeschlagenen Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae bis auf weiteres in der heutigen, halbstaatlichen Form weiterführen möchte. Mit anderen Worten heißt das Paulson versuchte mit seiner Stellungnahme, Spekulationen über eine drohende Pleite entgegen zu treten. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, dass im Falle einer Mehrheitsbeteiligung des Staates die Aktien der beiden Institute praktisch wertlos seien.

Die Aktien der beide Unternehmen nähern sich derweil unaufhaltsam der Wertlosigkeit. Freddie-Mac-Aktien fielen auf bis zu 4,11 $. Die Aktie hatte bereits am Donnerstag 22 Prozent auf 8,20 $ eingebüßt. Fannie-Mae-Papiere wurden zeitweise für 6,52 $ gehandelt. Am Donnerstagabend waren es zum Handelsschluss noch 13,20 $. Im späteren Handelsverlauf erholten sich die Papiere etwas, notierten aber noch mit 32 Prozent im Minus, Freddie Mac bei 5,45 $ und Fannie Mae bei 8,95 $.

Das Vertrauen in die Unternehmen und in den Staat dürfte damit erstmal auf längere Sicht arg angekratzt sein. Ursprünglich war eine ausdrückliche Garantie der Regierung für die 5000 Mrd. $ Schuldverschreibungen vorgesehen, für die die Institute gerade stünden. Dies sei jedoch verworfen worden, da sich die Staatsschulden dadurch verdoppelt hätten.

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