Die Finanzwelt wird neu geordnet!

Beim Treffen der führenden Industrienationen herrschte große Einigkeit das die Prioritäten klar verteilt sind. Zunächst sei es die dringlichste Aufgabe die Finanzsysteme wieder zu stabilisieren, hieß es. Dieses Vorhaben hat höchste Priorität und macht wohl noch einmal deutlich wie bedrohlich das Thema für die Weltwirtschaft ist und wie schnell und entschlossen hier nun alle G7 Länder an einem Stick ziehen müssen. „Wir werden weiter zusammenarbeiten und kooperieren, um unerwünschte Ansteckungseffekte und Störungen zu vermeiden“ war die Kernaussage des G7 Treffens.

Die G7 Staaten wollen darüber hinaus alle notwenigen Maßnahmen ergreifen um wieder Vertrauen in die Finanzsysteme herzustellen, hierzu dürfte auch eine durchgreifende Neuordnung der Finanzsysteme notwendig sein um künftigen Mißbräuchen im Milliardenhöhe ein für alle Mal einen Riegel vorzuschieben. Geithner versicherte, die USA würden sich bei den anstehenden Reformen um einen internationalen Konsens bemühen. Außerdem wird protektionistischen Maßnahmen eine Absage erteilt. Und dies dürfte eine der wichtigsten Aussagen überhaupt auf diesen G7 Treffen gewesen sein und unterstreicht noch einmal das Problem einer Gemeinschaft das auch gemeinschaftlich gelöst werden muss.

US-Finanzminister Timothy Geithner versprach diesbezüglich, bei der Neugestaltung der Finanzarchitektur eng mit den Partnerländern zusammenzuarbeiten. Der italienische Finanzminister Giulio Tremonti sagte, die G-7-Staaten seien sich einig, „neue Regeln für eine neue Weltwirtschaftsordnung“ aufzustellen. Die Vorschläge für ein Regelwerk sollten beim G-20-Treffen Anfang April in London diskutiert werden, sagte Tremonti. Dabei soll dann auch eine stärkere Regulierung von Steuerparadiesen und hochspekulativen Hedgefonds zur Debatte stehen. Man darf also durchaus auf das nächste G20 Treffen gespannt sein…die Frage ist nur ob das noch bis April warten kann.

2 Comments

  1. Melanie Gatzke said:

    Wieder mal große Vorhaben, die kennen wir alle.
    Es endet in luftblasenin Absichtserklärungen, große Töne zur Beruhigung, das wars.
    Zitat:
    die Frage ist nur ob das noch bis April warten kann.
    –Da habe ich auch meine großen Bedenken.
    Die Schwerfälligkeit von der Diskussion über etwas bis zur Umsetzung dauert – derweil schreitet das Defizit und die Zahlungsunfähigkeit voran.-
    Die Krise schreitet rassant voran – bis die alle was in Gang setzen, ist die Zeit schon längst wieder weiter, sie laufen den Ereignissen nur noch hinterher.
    Sie haben bis jetzt alles unterschätzt, nicht geahnt, nicht gesehen, warum sollten sie jetzt das sehen was ist. Ein bankrottes Finanzsystem. das dem Konkurs unterzogen werden muß. Entweder bankrotte Banken abwickeln, oder Staatsbankrott. Darüber sollten sie nachdenken. Wenn darüber große Einigkeit beim
    G20 Treffen herrschen würde, dann wären wir der Lösung ein Stück näher.
    Doch dazu wird es noch „noch“ nicht kommen. Sie müssen den Bankrott erst sehen, bevor sie ihn begreifen. Sie agieren nicht, sie reagieren nur auf etwas, was ihnen längst entglitten ist.Sie werden täglich überrascht, das zeugt nicht von weiser Erkenntnis. Wenn es da ist , sieht es jeder. Vorrausschauend handeln, das können sie nicht.

  2. Pingback: Blick Log » Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 16. Februar 2009

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