EON, RWE sowie Siemens und Hochtief erhalten Zuschläge für britische Mega-Windkraftprojekte

Großbritannien hat in der bisher größten Ausschreibung die Zuschläge für Windkraftprojekte auf dem Meer erteilt. Die deutschen Konzerne E.ON, RWE und Siemens werden bis 2020 allein oder als Teil von Konsortien Windparks mit über 15 Gigawatt (GW) Leistung errichten, teilte die für die Vergabe zuständige staatliche Stelle am Freitag mit. Die Investitionen für die Entwicklung der Windparks in der Nordsee könnten sich auf insgesamt rund 100 Mrd GBP belaufen.

Eine Tochter des Energiekonzerns RWE wird gemeinsam mit Scottish and Southern Energy plc sowie den norwegischen Unternehmen Statkraft und Statoil das größte Projekt mit einer Leistung von 9 GW stemmen. Allein soll die RWE-Tochter zudem einen Windpark mit 1,5 GW errichten. Der Düsseldorfer E.ON AG wird den weiteren Angaben zufolge für ein Projekt mit einer Leistung von 0,6 GW zuständig sein.

Die Siemens AG errichtet mit Mainstream Renewable Power den Windpark „Hornsea“ mit einer Leistung von 4 GW. Zu diesem Konsortium gehört auch die Hochtief Construction. In der Branche wird für ein Gigawatt (GW) Windernergie ein Auftragswert von rund 1,5 Mrd EUR veranschlagt. Für die vier Gigawatt starke Hornsea-Zone kann Siemens daher mit einem Auftragseingang von rund 6 Mrd EUR in den kommenden Jahren rechnen.

Die Münchener Gesellschaft sieht sich als Offshore-Marktführer. Daher rechnet sich der DAX-Konzern gute Chancen aus, bei den weiteren britischen Windkraft-Projekten zum Zuge zu kommen, für die heute die Zuschläge für die Projektentwicklung vergeben wurden. Bei dem Vorhaben handelt es sich um neun riesige Windparks, die vor der Küste des Königreichs gebaut werden sollen – eines des größten Windkraft-Projekte der Welt. Die Leistung soll bei bis zu 32 000 Gigawatt liegen und ein Viertel des britischen Energiebedarfs decken. Baubeginn könnte frühestens 2013 sein. Zu den ausländischen Unternehmen, die ebenfalls Zuschläge erhalten haben, zählen unter anderem Iberdrola SA und Vattenfall.

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