Doch Staatshilfe für Schaeffler?

Nach einem Treffen mit SPD- Fraktionschef Peter Struck am Donnerstag in Berlin sehen SPD- Politiker und Gewerkschafter nun doch Chancen auf Staatshilfen für den hoch verschuldeten Schaeffler-Konzern. ´Wir haben einen positiven Eindruck´, sagte der Landrat des Kreises Erlangen-Höchstadt, Eberhard Irlinger, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Struck habe sich bei dem Treffen deutlich offener für Staatshilfen gezeigt als noch in ersten Äußerungen vor einigen Wochen. Hilfsmaßnahmen sollten nun ´ernsthaft geprüft´ werden. Bislang hatten sich führende SPD-Politiker wie Finanzminister Peer Steinbrück strikt gegen staatliche Hilfen für Schaeffler ausgesprochen.

Schaeffler bittet Berichten zufolge um staatliche Bürgschaften in Höhe von vier Milliarden Euro. Der Herzogenauracher Konzern ist nach der Übernahme des Autozulieferers Continental mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet. Die SPD habe sich nun ´weit geöffnet´ für entsprechende Unterstützung, sagte Irlinger. Diese solle aber an Bedingungen geknüpft werden. Zunächst müsse Schaeffler ein Konzept vorlegen.

Irlinger hatte gemeinsam mit dem Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker (SPD) sowie Vertretern der IG Metall und des Schaeffler-Betriebsrats bei Struck um Verständnis für die Notlage des fränkischen Unternehmens geworben. An dem Treffen nahmen nach Irlingers Angaben weitere hochrangige SPD-Politiker wie Fraktionsvize Joachim Poß, der bayerische SPD-Landesvorsitzende Ludwig Stiegler und der bayerische SPD-Landesgruppenchef Florian Pronold teil.

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