Die Heidelbergcement AG spart sich reich

Die HeidelbergCement AG hält sich mit Prognosen für 2009 weiterhin  zurück.  Der Baustoffhersteller erwartet aufgrund des anhaltenden Abschwungs aber auch für das vierte Quartal einen rückläufigen Umsatz. Die Belebung in den asiatischen Märkten könne die anhaltende Schwäche in den übrigen Geschäftsregionen nicht ausgleichen, berichtete HeidelbergCement. Die Kostensenkungmaßnahmen dürften das operative Ergebnis dennoch stützen. Dieses werde jedoch ebenfalls unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Wichtige Indikatoren wiesen zwar auf eine allmähliche Stabilisierung der Weltwirtschaft und eine langsame Erholung hin. Im laufenden Jahr werde die Wirtschaftsleistung in den meisten europäischen Ländern und in Nordamerika jedoch noch deutlich unter dem Vorjahr liegen. In den großen asiatischen Schwellenländern gewinne die Wirtschaft dagegen wieder mehr an Schwung. Insgesamt bleibe die Erholung aber zögerlich; die Entwicklung der nächsten Monate sei weiterhin schwer einzuschätzen.

Das Programm „Fitness 2009“ soll nach derzeitigen Schätzungen 500 Mio EUR einsparen helfen. Das bedeute eine Verdopplung im Vergleich zu den ursprünglich avisierten 250 Mio EUR, geht aus der Präsentation zur Telefonkonferenz hervor. HeidelbergCement hatte dieses Ziel im Jahresverlauf sukzessive erhöht und war im ersten Halbjahr noch von 470 Mio EUR ausgegangen.

Das Programm konzentriert sich dabei auf die Senkung der Fixkosten. Der Löwenanteil entfällt dabei mit erwarteten 275 Mio EUR auf die Personalkosten. HeidelbergCement setzt darüber hinaus weiter auf ihre Kosteneinsparungsprogramme, die fortgesetzt werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt bleibe die Cashflow-Ausrichtung sowie die weitere Senkung der Verschuldung. Am Verkauf nicht-strategischer Geschäftseinheiten werde festgehalten – aber nur zu akzeptablen Konditionen. Einen detaillierten Ausblick gab es bei der Vorlage des Neunmonatsberichts am Mittwoch erneut nicht.

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