Die Angst geht um… Kaufe die Panik!?

Pessimistischer könnte die Stimmung gerade wohl nicht sein. Nicht nur hierzulande scheinen Crashpropheten und Schwarzseher wieder Hochkonjunktur zu haben, sondern auch in den USA wo das Sentiment aktuell geradezu unterirdisch ist. Stolze zwei Drittel der US-Blogger sind nun extrem bärisch eingestellt. Auch der Fear-and-Greed-Index zeigt mit einem Wert von 10 extreme Angst der Marktteilnehmer. Beides sind absolute Spitzenwerte die darauf hindeuten, dass die Panik allmählich ihren Höhepunkt erreicht hat. Verwunderlich sind solche Werte angesichts des heftigen Albverkaufes der letzten beiden Wochen nicht, dennoch wird gerade deshalb eine Gegenbewegung nun immer wahrscheinlicher…

Beim Lesen der Schlagzeilen der letzten Tage wird klar, dass der Markt sich im Panikmodus befindet. Eine meiner wesentlichen Investmentregeln lautet die Panik zu kaufen, sobald diese Ihren Höhepunkt erreicht hat. Wann das sein wird kann aber immer noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Jedoch scheint mir die aktuelle Situation geradezu ein klassisches Beispiel für einen solchen Moment zu sein, der demnächst kommen könnte. Zumindest auf der kurzfristigen Ebene sehe ich nun wieder reihenweise interessante Setups, die man traden kann, sobald der Markt erste ernsthafte Zeichen von Stärke zeigt. Einige Kandidaten hatte ich ja bereits kürzlich hier vorgestellt, andere wiederum werden noch etwas Zeit brauchen um die richtigen Signale zu liefern.

Heute ist der erste Börsentag des neuen Jahres der etwas Mut macht. Die heute nicht gelieferten Konjunkturdaten aus China wurden nicht mehr so negativ vom Markt aufgenommen wie zuletzt und auch der Ölpreis zeigt leichte Tendenzen einer Stabilisierung auf diesem Niveau. Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran haben nicht zu einem weiteren Absturz des Rohölpreises geführt. China hat – wider Erwarten – den Ölverbrauch Jahr 2015 um 2,5 % auf den Rekordstand von 10,32 Millionen Barrel pro Tag erhöht und die Ölreserven zu diesen Schnäppchen-Preisen aufgestockt. Die Nachfrage ist also nicht zurückgegangen wie befürchtet!

Dementsprechend scheint der Verkaufsdruck bei den asiatischen und europäischen Aktien nun etwas nachzulassen, bzw. wieder erste Käufer im Markt auftauchen. Die Erholung der chinesischen Börsen sollte heute auch in den USA wieder für etwas mehr Entspannung sorgen und den drohenden Absturz der Börsen vorerst verhindern! Euphorie ist also keinesfalls angebracht, viel mehr sollten Ihre Sinne jetzt für eine entsprechende Reaktion des Marktes geschärft sein.

Denn, wie wir alle wissen, passiert gerade dann wenn alle mit einem Crash rechnen genau das Gegenteil, um die breite Masse der Anleger mal wieder auf dem falschen Fuss zu erwischen. Es ist somit nicht verwunderlich, dass gerade in einer Phase mit extrem negativen Sentiment wieder steigende Notierungen zu sehen sind. Ich möchte hier nun ausdrücklich nicht von einer möglichen Trendwende sprechen, aber die Wahrscheinlichkeit für eine kräftige Gegenbewegung ist nun aus meiner Sicht deutlich gegeben. Diese dürfte sich zunächst als technisch bedingte Korrektur eines teilweise maßlos überverkauften Marktes darstellen. Danach muss man sehen, ob die neuen Rahmenbedingungen weitere Kurssteigerungen zulassen werden.

41 Comments

  1. Micha said:

    Hi,

    also der Artikel ist wirklich sehr interessant und hat mir ein paar neue Denkansätze offenbart. Danke! Die Länge ist allerdings wirklich ziemlich extrem, gestern Nacht bin ich nach ca. 1/3 eingeschlafen. 🙂 Aktuell spekulieren wie man hört wirklich einige große Player (Hedgefonds) auf entsprechende weitere Abwertungen, man darf also überaus gespannt sein wie sich die Devisenreserven von CN in den nächsten Monaten entwickeln.

    Laut dem letzten Satz im anderen Artikel wird die STP Loss Order weiterhin über die Broker existieren, jedoch ggf. mit zusätzlichen Gebühren verbunden sein.

    VG

  2. David said:

    Hi Lars,

    das mit dem Link ist ok. Zum Thema Japan kann ich aktuell nicht viel sagen. Aber in dem Artikel zu China wird Japan als Handelspartner von China am Rande erwähnt. Was ich interessant fand ist der Umstand, dass noch vor ein Paar Tagen der PBOC Chef von hohen Handelsbilanzüberschüssen gesprochen hat und die chinesischen Wirtschaft als äußerst stabil bezeichnet.

    Dabei sind die offiziellen Exporte und Importe stark eingebrochen und das nicht zum ersten Mal. Wie kann das sein? Geht man nach dem Artikel, liegt es wohl an einer Fehlbewertung der Währung. Demnach würden in den handelsgewichteten Wechselkurs Handelspartner nach einer unklaren Gewichtung einbezogen, was dazu führt, dass der Yuan überbewertet erscheint, in Wirklichkeit aber stark unterbewertet ist, was an den hohen Handelsbilanzüberschüssen sichtbar wird.

    In Wirklichkeit nutzt China inoffiziell sehr niedrige Importpreise, möglicherweise ist das der Grund warum Exporte aus Japan nach China stark eingebrochen sind. Falls ich das so richtig verstanden habe. Aus diesem Blickwinkel wird aber auch klar, warum sich die Chinesen lediglich in der Position sehen gegen Spekulanten vorzugehen, ansonsten aber die Ruhe weg haben. Das Problem ist nur, dass der Einfluß der Spekulanten auf den Kapitalmarkt nicht unterschätzt werden darf, denn sie verstärken die Kapitalflucht.

    Zum Thema Papiergeld bin ich geteilter Meinung. Auf der einen Seite finde ich, dass es zu einem fortgeschrittenen Finanzsystem gehört Bargeld abzuschaffen. Es ergeben sich Vorteile dadurch ja nicht nur für die Banken, sondern auch Konsumenten und Anbieter von anderen Kryptowährungen. Banken können auf diese Weise in einem Niedrigzinsumfeld höhere Margen erzielen, was dazu führt, dass der Einfluß der Notenbanken auf die Inflation besser ausgeübt werden kann. Auf der anderen Seite würde es wohl an einigen Stellen zur Blasenbildung kommen, da Assetklassen, die als Wertaufbewahrungsmittel angesehen werden stärker nachgefragt werden (Immobilien). Ein Gedanke, der mir jetzt auch beim Schreiben einfällt ist, wenn man kein Papiergeld mehr unters Kissen legen kann, was legt man dann dort hin? Gold?

    Das mit dem StopLoss sehe ich eher kritisch, gehe aber davon aus, dass eine moderne Handelsplattform (Software) das ganze unabhängig von der Börse automatisieren könnte. Das gibt dann natürlich keine Garantie zur Ausführung, wäre aber immerhin eine Übergangslösung. Wenn das dann auch für HFT-Trader und die speziell dafür entwickelten Order gilt, dann kann man sich der Fairness halber damit abfinden, ich bezweifle aber, dass Börsen auf diesen Kunden verzichten wollen.

    Grüße

    David

  3. David said:

    Hallo Micha,

    ich kann mir vorstellen, dass es auch dieses Jahr so etwas wie eine pro forma Anhebung geben wird, begleitet durch Aussagen, die nichts Ganzes und nichts Halbes darstellen. Der EUR/USD-Kurs verkommt somit zu einem Ping-Pong Ball, was er ja auch schon seit geraumer Zeit ist. Entscheidend wird wie immer der Blick nach Fernost. Denn dort rumort es unter der Decke und wenn die Hedge-Fonds recht behalten sollten, dann wird sich der Effekt der Yuan Abwertung nicht nur an den Kapitalmärkten zeigen sondern, wenn man diesem Artikel http://bit.ly/1STEDOp Glauben schenken will, einen globalen Handelskrieg auslösen. Klingt spannend, oder? 🙂 Aber solche Prognosen zu treffen entziehen sich meinen Fähigkeiten. Ich handele das was ich sehe. Nur auf alles vorbereitet sollte man sein.

    Gruß
    David

    • Lars said:

      Hallo David,

      vielen Dank für den Hinweis auf einen sehr interessanten, leider aber viel zu langen Artikel 😉 der am Ende irgendwie ermüdend ist. Das Thema hingegen ist aktuell sicherlich nicht zu vernachlässigen. Man darf entsprechend gespannt sein wie sich das alles weiter entwickelt. Ich habe mir erlaubt den Link in einem BitLink zu verwandeln weil das leider so eine „Du kommst nie wieder zurück zum Ursprung Seite“ ist. Ich hoffe mal das ist ok für Dich. Ergänzend dazu noch diese Information von heute: http://www.finanzen.ch/nachrichten/Aktien/Japans-Exporte-sinken-drastisch-1001051240 die das Problem nochmal deutlich abbildet…!

      Ansonsten machen mir ehrlich gesagt die Diskussionen um das mögliche Bargeldverbot sowie die Abschaffung von 500,- Euro Scheinen und 100,- Dollar Noten sorgen. Ebenso wie die Abschaffung der Stop-Loss-Order in den USA http://bit.ly/1Kruwxi Mich würde Eure Meinung zu diesem Thema wirklich mal interessieren… Für Anleger die nicht pausenlos am Rechner sitzen können, ist das wohl eher eine Katastrophe. Berufstätige Hobby-Trader werden so manchen US Titel in Zukunft wohl lieber meiden müssen, da es keinerlei automatische Absicherungsmöglichkeit mehr gibt.

      Ich wünsche allen erst einmal einen erfolgreichen Handelstag!

  4. Micha said:

    Abend,

    schöner Blog übrigens David. 😉 Würde mich freuen von Dir hier ggf. öfters etwas zu lesen. Mir stellt sich momentan die große Frage inwiefern die FED handeln wird, sprich ggf. ihren Kurs ändert/anpasst. Was die EZB macht ist m.E. größtenteils schon absehbar bzw. nicht so entscheidend.

    VG & GN8

  5. Micha said:

    Hallo David,

    schöner Artikel und zwei Gedankengänge hierzu. Per Definition befinden wir uns seit geraumer Zeit in einem Bärenmarkt (d.h. die Kurse sind mehr als 20% vom Hoch aus gefallen -> z.B. >30%). Ich frage mich auch warum es vielen so schwer fällt das zu begreifen oder besser gesagt anzuerkennen (Börse ungleich Einbahnstraße). Im Endeffekt bieten auch solche Märkte ihre Chancen und insbesondere im Anschluss. Meinetwegen kann der DAX gern bis 4.000 Punkte fallen. ^^ Ob wir uns in einer Rezession oder Stagnation befinden (darauf zusteuern) wird sich m.E. noch zeigen (Stichwort Diskontierung der Zukunft). Ich mache mir schon seit Wochen Gedanken, ob nicht ggf. noch mehr im Busch ist als man derzeit „sehen“ kann. 😉

    VG
    Micha

    • David said:

      Hi Micha,

      Danke 🙂

      Für einige wird vielleicht deshalb schwer sein zu akzeptieren, weil sie zu dem gegebenen Zeitpunkt investiert (Hoffnung) sind oder sich zu sehr an die letzten Jahre gewöhnt haben. Der Stimulus der Notenbanken hat nun auch den Privatanleger erreicht und wenn das passiert, dann ist es meistens zu spät. Die Profis haben sich bereits in 2011 eingedeckt um vom QE3 zu profitieren (z.B. David Tepper) und stoßen nun ab, bzw. haben das bereits.

      Die EZB treibt nur mit Mühe und Not ihr eigenes QE voran, die Skepsis überwiegt jedoch in Anbetracht aller anderen Risiken. Dennoch, den Rebound würde ich gänzlich nicht abschreiben, denn die EZB wird ihr QE noch weiter auffahren und die Zinsen senken. Beides bedingt sich nämlich. Du kannst nicht an einer Stellschraube drehen und zu lassen, dass sich eine andere löst, sprich darauf verzichten, dass Vermögenspreise ihre Wirkung auf die Inflation nicht entfalten können. Fraglich ist nur, wie nachhaltig dieser Rebound dann sein wird unter den aktuellen Umständen.

      Grüße
      David

  6. David said:

    Hi Lars,

    seit Deinem Beitrag ist etwas Zeit vergangen. Nun haben wir nicht nur China als Risiko-Faktor sondern noch ein paar andere dazu bekommen, wie wir alle feststellen mussten, ich zähle mal kurz auf:

    – China /Kreditblase/Yuan-Abwertung/Konjunkturflaute/Aktien-Crash
    – Ölpreis
    – Junk-Bond-Renditen
    – miserable Quartalszahlen bei Öl Big Playern und Banken
    – EU-Banken sitzen auf faulen Krediten
    – QE funktioniert nicht mehr bzw. herrscht innerhalb der EZB Dissens
    – Jedes Mal wenn China zuckt, rudert Yellen zurück und verbreitet damit nur mehr Panik
    – Kapitalumschichtungen in US-Anleihen
    – Brexit, Flüchtlingskrise etc. etc.

    Und hier spreche ich noch nicht einmal von der Markttechnik.

    Also ich weiß nicht, aber nach meinem Geschmack ist ein Rebound noch in weiter Ferne. Ich bin an den Märkten seit mehreren Jahren aktiv und was mir besonders auffällt ist, dass sich alle sehnlichst einen Rebound herbeiwünschen. Warum eigentlich? Nur weil es ihn in den letzten Jahren immer wieder gab? Das erstaunt mich, denn obwohl alle von Panik sprechen, tun sich doch die meisten schwer einen Bärenmarkt zu akzeptieren.

    Damit man das nicht falsch versteht, ich bin nicht davon überzeugt, dass ein Bärenmarkt jetzt kommt, aber auch genauso wenig davon überzeugt, dass ein nachhaltiger Rebound mit hoher Wahrscheinlichkeit eintrifft. Dass wir uns fundamental gesehen, eigentlich nicht in einer Rezession oder Stagnation befinden,der Markt trotzdem nachgibt, zeigt mir nur, dass es andere Risiken zu verarbeiten gibt.

    Ich merke, dass der Großteil der Anleger zu sehr darauf fokussiert ist den Markt als ein Abbild der konjunkturellen Lage zu verstehen. Dabei ist er viel mehr als das. Er repräsentiert Erwartungen an diese Lage und nicht nur daran, sondern auch an andere Risiken. Er ist damit der vorlaufende Indikator und nicht andersherum. Er muss zwar nicht immer Recht haben, aber Risiken einpreisen kann er schneller als irgendwelche anderen Daten. Deshalb wäre mein Ansatz an dieser Stelle und ein Rat an den unprofessionellen Anleger, nicht zu warten ob der Markt Daten bestätigt, sondern ob Daten den Markt bestätigen. Ich glaube damit würden sie einige etwas leichter tun und auch einen Bärenmarkt besser akzeptieren können.

    Wer mit diesen Gedankengängen was anfangen kann, ist herzlichst eingeladen bei mir im Blog http://2i-services.com/boersen-blog/ mit zu lesen. Über Austausch würde ich mich freuen.
    Grüße
    David

  7. Micha said:

    Das ist mir schon klar, nur ist das wie relativ treffend von Dir neulich geschrieben ein Tanz auf der Rasierklinge, aber morgen kurz nach 20 Uhr sind wir sicher wieder etwas schlauer. Ich würde ja eher positive Impulse für die Märkte erwarten, ansonsten wirds duster.

    • Lars said:

      Erwarte ich auch eher Micha, bin aber vorher echt mal gespannt wie Apple abliefert . Auch das könnte die künftige Richtung maßgebend beeinflussen. Tesla, Netflix und Co. bleiben schwach, was ich ebenfalls positiv beurteilen würde. Denn endlich entweicht hier mal etwas heiße Luft. Insgesamt sehe ich also (noch) gar nicht so schwarz für die kommenden Wochen.

      Schönen Abend!

  8. Micha said:

    Ich finde eher interessant was seitens FED (FOMC) kommen wird. Momentan fehlt ja gefühlt nur noch ein kleiner Stoß um alles in den „Abgrund“ zu stürzen.

    • Lars said:

      Sehr wahr Micha… aber das dürfte der FED auch bewusst sein 😉 Vielleicht wandelt sich ja die mißglückte Zinserhöhung nun in ein verstecktes QE4. Man darf gespannt sein…

    • Lars said:

      Hi martrade,

      eigentlich würde ich besser als vom Markt angenommene Zahlen erwarten. Der Ausblick dürfte aber entscheidend sein und kann durchaus noch einmal für einen kräftigen Rücksetzer bei der Aktie sorgen. Das wären dann aber wohl echte Kaufkurse 😉 Also… wenn eine Aktie das Potenzial hat positiv zu überraschen dann ist das wohl Apple.

      viele Grüße
      Lars

  9. Micha said:

    Abend Maria,

    wieso gerade 10.030? Ich würde auf irgendwas um die 10.120 tippen, aber wer weiß das schon genau. Es hätte sicher auch niemand gedacht, das Öl heute bei über +8% steht. Heute sind wohl einige Aktien, ETFs, … „explodiert“, aber zuvor sind selbige auch häufig implodiert. ^^ Die nächste Woche wird sicher lustig. 😉

  10. Maria said:

    GR,
    wie weit läuft das, bis dax 10030? es wird mehr verkauft wie kauft. Ich glaube schon, dass ich nur in Rohst. und öl etwas kaufen, auch nur etfs.
    Siltronic und Morphos explodieren?
    Maria

  11. Micha said:

    Ja, finde das teilweise schon sehr übertrieben und an einem Tag wie heute könnte somit Solar überproportional profitieren. Jinko sieht dann sogar nach einer inversen SKS (Wochenbasis) aus, aber schauen wir mal was noch so bis zum US Handelsstart passiert.

  12. Micha said:

    Habe es auch eben gesehen bzw. Stand Japan heute Nacht um 4 Uhr schon bei +3,…%. 😀 Ich denke heute könnte Solartime werden. ^^

    • Lars said:

      Moin Micha…wieso Solar??? Hab ich was verpasst, oder meinst Du wegen dem Ölpreis? ^^

  13. Micha said:

    Die sind wir ja auch gerade an DER Unterstützung im SCI bei ~2850.

      • Lars said:

        Japan bounced heute um fast 1.000 Punkte oder sechs Prozent! Öl weiterhin stärker… Das sieht jetzt nicht mehr so schlecht aus!

  14. Micha said:

    Bitter, sieht wirklich so aus als ob ich genau einen Tag zu früh dran war. 🙁

    • Lars said:

      Hi Micha,

      das Gefühl kenne ich sehr gut 😉 und mir geht es ähnlich mit so mancher Position, aber bisher sieht das auch noch nicht ganz so überzeugend aus.

      Mario hat es mal wieder rausgerissen und eigentlich mal wieder nichts konkretes gesagt. Ein wahrer Meister seines Fachs 🙂

      Öl erstmals heute mit „echter“ Stärke, reicht aber noch nicht für eine Trendwende… Mal schauen was morgen in Asien so los ist.

      viele Grüße

  15. Maria said:

    Vielen Dank, Lars,
    alles kostet Nerven! ohne geht leider nicht, wenn man so an Infineon denkt, von 100 auf 1 €, da kann man schon was tun. Ich denke, ich halbiere meine Dep., wenn ich kann…, was ich auch schon ein Teil gemacht habe. vielleicht nicht ganz richtig, aber falls es doch stabilisiert, dann hat man das Kapital um aufzustocken, ansonstens kann man nur zu schauen, dass es hoch und runtergeht. 🙂
    Grüße

  16. Maria said:

    Hallo Lars,
    ich habe immer hin und wieder Artikel von Dr. Hüfner gelesen. Es ist natürlich sehr schwer für Leute wie ich (nur hobbymäßig oder Amateur) bin und noch das Geld „klug“ anlegen möchte. Bis jetzt aber wenig erfolgreich, sondern eher mehr Verlust als Gewinn war. Ich habe immer nachgedacht, ob ich nicht es einfach liegen lasse. Mein Wissen und Zeit sind nicht genug, um kurzfristig oder täglich zu traden. Bevor ich doch in den Urlaub gehe, darf ich die Seite Euch schicken, um die Meinungen bitten:
    http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/anleihen/Huefners-Wochenkommentar-Lehren-aus-50-Jahren-DAX-160750
    Vielen Dank
    und Grüße

  17. Harry said:

    Schönen guten Abend in die Runde,
    grds. teile ich Deine Einschätzung, Lars, und wir scheinen uns „high noon“ zu nähern. Sollte – sehr bald! – aus der Ölecke zur Abwechslung mal Unterstützung kommen könnte ein knackiger Schub nach oben die derzeitige Überdehnung kurzzeitig auflösen, ansonsten besteht m. E. die Möglichkeit, dass wir uns bei allen Indizes wesentlich niedriger wiederfinden. Einen rebound würde ich in der derzeitigen Gemengenlage jedoch wieder verkaufen – viel zu unsicher! Selbst bin ich momentan nur in langfrist-bluechips investiert. Zur Information Öl betreffend folgender link ohne Kommentar:
    http://money.cnn.com/interactive/economy/the-cost-to-produce-a-barrel-of-oil/index.html?iid=EL
    Bleibt gesund und viel Erfolg,
    Gruß
    Harry

  18. Micha said:

    Zusammenfassend lässt sich sagen ich habe gestern alles falsch gemacht. ^^ Ultrashort Dow raus und First Solar rein, bitter. Bin wirklich SEHR auf die kommenden Tage gespannt. Hab eben gelesen Buffett hat im Ölsektor zugegriffen.

    • Lars said:

      Guten Morgen zusammen,

      Micha…so falsch warst Du eigentlich nicht, aber die Nerven musste man gestern haben 😉 Ich hatte Sie auch teilweise nicht und habe Positionen reduziert, was sich als falsch herausgestellt hat. Ein typischer finaler Tag möchte man sagen und somit die Möglichkeit einer finalen Bärenfalle. Allerdings hat sich auch heute Nacht nichts in Asien geändert. Besonders Japan macht inzwischen Sorgen. Mit 16.000 Punkten ist hier jetzt auch eine wesentliche Unterstützung erreicht… Der Ölpreis ist immer noch am Boden und zeigt keine Lebenszeichen. Das war es also möglicherweise doch noch nicht, womit „Kaufe die Panik“ zu früh gewesen sein könnte.

      Harry, vielen Dank für diesen Link, der sehr interessant ist und zeigt welche Länder bzw. Unternehmen aktuell am meisten unter dem Ölpreis-Verfall leiden. Einige Kandidaten sind dabei die mich dann doch überrascht haben. Die Grafik sagt aber auch dass die Saudis noch viel Luft haben um die Konkurrenz kaputt zu machen. Die Begleiterscheinung einer Weltwirtschaftskrise wird dabei dann halt billigend in Kauf genommen…

      Maria, danke auch Dir für den Link. Ich kenne den Herren nicht halte aber persönlich nicht viel von solchen Konzepten. Ich würde mir nichts mehr wünschen als eine langfristige Anlage in Aktien die man ohne Sorgen laufen lassen kann. Leider funktioniert das aber (für mich) nicht, weil die Schwankungen zwischendurch doch immer sehr radikal sind. Da muss man einfach nicht dabei sein und das aussitzen. Das ist zum einen wenig effizient und zum anderen würden das meine Nerven wohl gar nicht mitmachen 🙂 Alleine seit Dezember haben viele Blue Chips 30 Prozent und mehr verloren und wer weiß schon wo hier der Boden ist…?

      Vergleiche die Zeigen dass man ja bereits 5 bis 10 Jahre nach der Krise (2000 oder 2008) sein Geld schon wieder hatte, finde ich persönlich ziemlich schwachsinnig! Im Schnitt sieben Jahre „Zittern“ ohne Rendite – was für ein Ergebnis!!

      Bis später…
      Lars

  19. martrade said:

    In den USA gibt es zumindest aktuell kein Halten…
    Sieht nicht gut aus.

    • Lars said:

      Hallo martrade,

      nein sieht wirklich nicht gut aus. Die Vorgaben aus Asien waren eine Katastrophe. Letztlich hängt aber nach wie vor alles am Ölpreis und der findet auch keinen Halt.

      Trotzdem schönen Abend!

  20. Maria said:

    Hallo Lars,
    ich habe auch über die alternative Energiequelle Aktien so geschätzt, deswegen habe ich auch die CHORUS Clean Energy schon seit einiger Zeit verkauft. Ansonstens profitiert Deutschland eigentlich von billigen Öl. Ich bin nicht immer am Markt, es macht mich verrückt. Irgendwo muss die Welt Geld noch anlegen, wenn nicht Deutschl. (D. produziert kein Öl)
    Ich habe keine Hoffnung, auch nicht wahnsinnig, aber so wie ich schätze und bin beruhigt, wenn ich deine Schätzung lese. Ich fliege nach Vietnam. 🙂
    Vielen Dank

    • Lars said:

      Hallo Maria,

      naja zu unbesorgt sollte man hier nicht sein! Denn noch immer steht die Beendigung des 7-jährigen Bullenmarktes auf dem Spiel und dann sehen wir noch viel tiefere Kurse. Muss nicht sein kann aber!

      Dir viel Spaß in Vietnam…da wäre ich jetzt auch lieber 😉

      viele Grüße
      Lars

  21. Micha said:

    Die Stimmung hat sich halt einfach arg gedreht von Kaufe jeden Rücksetzer zu verkaufe jeden Bounce gen Norden. Man sieht das die letzten Tage immer wieder sehr schön, ob Indizes oder Öl. Evtl. war demnach die Entscheidung gestern wieder leicht in den Markt zu gehen und den Short zu schließen vlt. etwas suboptimal von mir, aber nichtsdestotrotz halte ich eine Gegenreaktion auf dem aktuellen Niveau über einige Tage für recht wahrscheinlich.

    • Lars said:

      Hi Micha, und guten Morgen Herr Stüttgen,

      Mit der deutlichen Schwäche in den USA gestern war so nicht wirklich zu rechnen. Die Bären haben das Zepter in der Hand und wollen dies wohl auch nicht so schnell wieder abgeben. Das zieht sich dann heute wie ein roter faden durch nahezu alle asiatischen Indizes. Der charttechnische Schaden der hier angerichtet worden ist, ist nun signifikant. D.h. entweder wird das eine mächtige Bärenfalle oder wir rauschen jetzt wirklich nach unten.

      Der BalticDry Index ist schon seit geraumer Zeit deutlich unten, hat aber auch nur eine bedingte Aussagekraft. Besorgnis erregend ist der totale Ausverkauf bei den Rohstoffen, insbesondere bei Rohstoffaktien. So ein angeschlagener Sektor ist für US Trader ein gefundenes Fressen. Nicht selten werden dann in der Folge des nie aufhörenden Abwärtssoges auch ehemals solide Unternehmen oder Weltkonzerne zu Tode geshortet! Hier muss man wirklich aufpassen, weil so etwas in den USA prinzipiell geht und auch praktiziert wird.

      Die Aktienbewertungen sind inzwischen wieder attraktiv, wenn man davon ausgeht dass uns die Notenbanken schon weiterhin mit frischem Geld versorgen werden. Die Weltkonjunktur hingegen stottert kräftig. Währungsturbulenzen und der fallende Rohöl-Preis sind inzwischen aber zu einer ernsthaften Bedrohung geworden. Kippt die Stimmung endgültig und damit auch der Markt waren all die vielen Milliarden aber wohl umsonst…

      Ich bin auch schon eine ganze Weile an der Börse, aber so einiges von dem was in den letzten 12 Monaten passiert ist habe ich auch noch nicht erlebt!

      viele Grüße
      Lars

  22. Dieter Stüttgen said:

    Hallo Herr Röhrig und liebe Leser,

    ich finde, dass die Bewertung der Aktienkurse wirklich sehr gut ist im Sinne
    einer Investition in Aktien.
    Alles andere ist leider aus meiner Sicht verheerend.
    Baltic Dry Index, Rohstoffpreise, politische Unruhen, wirtschaftliche Schwäche in vielen Schwellenländern,
    abnehmende Konjunkturerwartungen und nicht zuletzt auch die Charts selbst, die mittlerweile
    kaum mehr einen Tag eine Gegenbewegung zu permanent fallenden Aktienkurse aufzeigen.

    Geht es rein nach den Gewinnerwartungen bei vielen Aktien, müsste man jetzt eigentlich kaufen.
    Ich habe nur mehr und mehr das Gefühl, dass diese Gewinnerwartungen deutlich nach unten revidiert werden
    müssen…

    Eine solche Situation wie jetzt kenne ich aus meiner Historie am Aktienmarkt eigentlich nicht.
    In 2007/2008 war der Aktienmarkt sehr hoch bewertet. Es folgte ein Crash nach langer Hausse.
    Jetzt aber…

    Gruß

  23. Micha said:

    Meinst? Ist vorhin mal kurzzeitig ziemlich zurückgekommen, aber das könnte ja auch daran liegen das einfach jede kleine Erholung sofort wieder abverkauft/geshortet wird oder verstehe ich da irgendwas grundlegend falsch? Erleuchte mich Lars 😀 Bin vorhin noch vorsichtig in First Solar rein, da Jinko zu weit gen Norden eröffnet hatte und somit nicht wirklich handelbar war.

    • Lars said:

      Irgendwie schon Micha,,,sieht manchmal doch schon sehr komisch aus das Ganze… aber Erleuchtung hatte ich hier auch noch keine 😉 Bei den Solarwerten muss man ja ebenso vorsichtig sein, weil die perverse Denke des Marktes ist, dass man keine oder weniger Solarenergie benötigt, wenn Öl so schön billig ist. FSLR ist aber sicherlich eine gute Wahl und gehört doch eher zu den „solideren“ Werten.

  24. Micha said:

    Hey Lars,

    sieht wirklich ganz nett aus heute und ich habe mir kurz nach Börseneröffnung ein kleines Stückchen WCM gegönnt. Am Nachmittag würde ich ggf. mal die Solarwerte allen voran Jinko im Auge behalten, da meist nach solchen Abverkäufen und Erpreiserholung + CN im Plus heftige Reaktionen gen Norden möglich sind. Beim CRUD ETF habe ich heute auch lang überlegt, aber aufgrund meiner bereits vorhandenen RSX Position wollte ich nicht zwingend vor Mittwoch weitere Positionen im Öl aufbauen. Das in diesem Bereich eine Erholung überfällig kommen wird, ist jetzt nicht sonderlich überraschend nur stellt sich mir ernsthaft die Frage inwieweit diese reichen wird/kann. Ich würde nach wie vor eher auf neue Shortsignale spekulieren und nur sehr sehr vorsichtig Long-Positionen aufbauen bzw. mit recht kurzen Zeithorizont was aber als AN bisschen schwierig ist.

    VG & good luck

    P.S. Hast Du heute im Öl zugegriffen -> CRUD?

    • Lars said:

      Hi Micha,

      ich habe am Freitag beim Öl ein paar Positionen aufgebaut…eher indirekt 😉 aber ich denke ebenfalls dass es für eine Spekulation auf eine „echte“ Trendwende noch zu früh ist. Das kann sich aber schnell ändern..wie wir wissen. Insgesamt glaube ich momentan nicht an den Absturz der Märkte zum jetzigen Zeitpunkt. Möchte aber nicht ausschließen dass wir dieses Jahr nochmal deutlich tiefere Kurse sehen werden! Alles was ich im Moment mache ist also auf Sicht (2 bis 10 Wochen) und ich bin genauso schnell wieder raus wenn es wieder eng wird.

      Dennoch bleibe ich dabei… irgendwann in diesem Jahr könnte eine Investition in Rohstoffe aller Art durchaus sinnvoll sein. Somit stehen auch alle Rohstoffaktien wie FCX, PBR, Rio Tinto, BHP und Anglo auf meiner Watchlist. Möglicherweise ist es aber erst im Herbst soweit. Zwischendurch kann man ja schon mal ein wenig traden 😉

      viele Grüße
      Lars

    • Lars said:

      Und da sag mir nochmal einer dass die Amis den Ölpreis nicht manipulieren… Gleiches Problem wie beim Gold würde ich sagen 😉

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