Deutsche Bank, Daimler und SGL Carbon

Die Vorgaben heute sind wiedermal etwas leichter. IN den USA und Asien machten hauptsächlich die Ausbreitung der Schweinegrippe sorgen und schickten alle Airline Aktien sowie Touristikanbieter erst einmal in den Keller. Bis halbwegs klar ist wie schnell sich die Seuche ausbreiten kann und welche Methoden zur Bekämpfung es gibt dürfte diese Unsicherheit auch weiter für fallende Kurse sorgen. Die Verluste hielten sich nach unentschlossenem Handel in den USA noch in Grenzen, in Japan hingegen sackte der Nikkei heute um weitere 2,7 Prozent ab.

Profitieren konnten gestern von dieser Entwicklung mal wieder die üblichen Verdächtigen aus der Biotechnologie Branche die bereits zur Zeit der Vogelgrippe extreme Kurszuwächse verzeichnen konnten. Jedoch sollte man sich bewusst sein das es sich hierbei meistens nur um ein Stohfeuer handelt und die Kurse von Novavax, BioCrist, Sinovac, Pure und Co. spätestens nach der Eindämmung der Verbreitung der Schweinepest (wie das Virus jetzt auch schon genannte wird) in sich zusammensacken.

Der Dax sollte heute also ebenfalls etwas leichter eröffnen und im Tagesverlauf, oder zumindest bis zur US Börseneröffnung dürfte sich die Schwankungsbreite in Grenzen halten. Auf der Verkaufsliste dürfte weiter die Deutsche Lufthansa zu finden sein, und ich fürchte die neuesten Zahlen der Deutschen Bank sowie die Verlängerung des Arbeitsvertrages von Josef Ackermann werden wieder massenweise Anleger dazu veranlassen den Titel zu kaufen.

Schlechte Nachrichten gab es heute von Daimler, und SGL Carbon. Daimler trennt sich von ChryslerDaimler verzichtet durch die Übertragung des Anteils an den Chrysler-Eigner Cerberus auf die Rückzahlung von Darlehen, außerdem zahlt Daimler in den kommenden zwei Jahren jeweils 200 Millionen Dollar in die Chrysler-Pensionskasse. Das Ebit werde durch die Transaktion im zweiten Quartal um etwa 530 Millionen Euro belastet. Die Trennung ist sicherlich gut, aber erst einmal extrem teuer!

Der Kohlenstoffspezialist SGL hat das erste Quartal wegen der Wirtschaftskrise mit einem rapide geschrumpften Gewinn abgeschlossen. Das Ebit sei um 58 Prozent auf 29,2 Millionen Euro gefallen, teilte das MDax-Unternehmen mit. Der Nettogewinn ging sogar von 44,6 Millionen auf 8,7 Millionen Euro zurück. Für 2009 erwartet SGL weiterhin einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Damit hätte Frau Klatten wohl auch nicht unbedingt gerechnet. Der Einbruch ist deutlich und wohl auch die Bewertung der SGL Carbon Aktie sollte noch einmal „überarbeitet“werden..

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