Der Wachstumsmotor China stottert

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die asiatischen Volkswirtschaften voll erfasst. Grund ist vor allem das schwächelnde China. Das Wachstum der Volksrepublik leidet stärker als erwartet unter dem globalen Abschwung und zieht damit die Exportindustrien von Taiwan, Südkorea und Japan mit in den Abwärtsstrudel.

HB PEKING. Im Gesamtjahr wurden aber noch neun Prozent erreicht, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Peking mitteilte. Das Wachstum in China ist damit auf den niedrigsten Stand seit 2001 gerutscht. Erstmals seit 2003 ist der Anstieg auch nicht mehr zweistellig. Experten rechnen in diesem Jahr nur noch mit einem Wachstum in China zwischen fünf und 7,5 Prozent.

„Die internationale Finanzkrise verschärft sich und breitet sich aus, während die negativen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft anhalten“, sagte Statistikchef Ma Jiantang. Der deutlich schwächere Konjunktur in der drittgrößten Volkswirtschaft der Erde dämpft die Hoffnungen, dass zumindest China angesichts der Krise in den USA, Europa und Japan der Weltwirtschaft noch auf die Sprünge helfen kann. Der fallende Bedarf der chinesischen Wirtschaft für Teile und Materialien trifft bereits spürbar Exportindustrien in anderen asiatische Volkswirtschaften wie Taiwan, Südkorea und Japan.

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