Das Jahr des Ochsen

Die Chinesen feiern heute den Jahreswechsel des chinesischen Kalenders und gehen somit in das Jahr des Ochsen über. Ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen sein wird weiß ich leider nicht. Das vorangegangene Jahr der Ratte dürfte aber auch für die Chinesen nicht besonders erfreulich verlaufen sein. Und genau so scheint auch das neue Jahr des Ochsen wohl anzufangen….das Jahr des kastrierten Bullen!

Die ING Groep patzt dann doch genau wie andere Branchenkollegen und muss bis zu 3,3 Milliarde Euro Verluste im abgelaufenen Quartal ausweisen. Das dürfte den Kurs heute wohl noch einmal extrem belasten auch wenn das Unternehmen künftige Einsparungen in selber Höhe und entsprechende Stellenstreichungen angekündigt hat. Insgesamt sollen weitere 7000 Stellen gestrichen werden. Ebenso rechnet die BNP Paribas, Frankreichs größte Bank mit weiteren Abschreibungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Barclays muss ebenfalls im abgelaufenen Jahr 8 Milliarden Pfund abschreiben benötigt aber keine weiteren Staatshilfen…Keine guten Nachrichten für den gasamten Sektor.

Die Futures in Europa sind trotz der verhalten positiven Vorgaben aus den USA dick im Minus und ebenso folgen nun auch die US Indizes vorbörslich in den roten Bereich. Die Pfizer Wyeth Übernahme dürfte heute ebenfalls die Märkte beschäftigen. Eine der größten Fusionen im amerikanischen Gesundheitssektor steht gerade auf dem Programm. Alle Hoffnungen liegen derzeit wohl in der baldigen Veröffentlichung von Barack Obamas Konjunkturpaket um wieder etwas durchschnaufen zu können. Allerdings sollte man sichauch hier nach wie vorkeine Wunder erwarten.

One Comment;

  1. White Trash Contemporary said:

    BÖRSENBULLE KASTRIERT!

    Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke, testestoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.

    Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).

    Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert.

    Stichwort: Börsenbulle

    >>Link ebay

    Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie White Trash Contemporary unter infowtc@mac.com oder 040.36099935.

Kommentar verfassen

Top