Commerzbank und ProSiebenSAT 1 sind die Verlierer des Tages

Genau so sieht wohl eine durch Liquidität getriebene Rallye aus! Nach den herben Kursverlusten am Morgen hat es der Dax inzwischen fast wieder ins Plus geschafft. Die US Futures deuten ebenfalls auf eine Erholung hin. Aber kaum sind diese Daten sowie die diversen Unternehmensberichte des heutigen Tages einigermaßen verdaut geht es am Nachmittag schon wieder in die nächste Runde. Die Notenbank in Großbritannien gibt ihre Entscheidung zur weiteren Zinspolitik bekannt, ebenso wie die EZB. Bei den Briten rechnet der Markt damit das die Bank of England ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen nochmal um 25 bis 50 Milliarden britische Pfund erweitern wird. Von der EZB hingegen wird erwartet das die Zinspolitik zwar noch sehr locker bleiben wird, weitere stabilisierende Maßnahmen aber nun langsam zurückgefahren werden könnten.

Von Unternehmensseite gab es mal wieder sehr unterschiedliche Daten. Während die Software AG schon fast wie gewohnt glänzen konnte waren die Zahlen der Münchener Rück und vor allem der Commerzbank mal wieder sehr ernüchternd. Vor allem die erhöhte Risikovorsorge der Bank und die Aussage das die möglichen Kreditausfälle sich in diesem Jahr auf 4 Milliarden Euro erhöhen werden verunsicherten die Anleger. Wie auch in den vergangenen Monaten werden Banken wohl weiterhin nur häppchenweise die Karten auf den Tisch legen um Schlimmeres zu verhindern. Die Anleger quittierten diese Nachricht allerdings mit weiteren Kursverlusten.

Genau so düster sieht es bei der ProSiebenSAT1 AG aus. Noch am Vortag zu den Zahlen hatte der Medienwert in freudiger Erwartung deutlich zugelegt. Heute dann die zumindest von meiner Seite erwartete Bestätigung für den Allgemeinzustand der Branche. Die Umsätze der Pro Sieben Gruppe sind weiter eingebrochen und es musste ein Verlust von 12,5 Millionen Euro ausgewiesen werden. Zwar kommt der von Vorstandschef Thomas Ebeling verordnete Sparkurs der Sendergruppe gut voran aber offensichtlich reicht dies noch nicht um die Nettoverschuldung von 3,53 Milliarden Euro, und die damit verbundenen Kosten abzufedern. Der fehlende Ausblick des Unternehmens dürfte auch weiter für große Verunsicherung sorgen

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