Citigroup beginnt heute mit Entlassungen.

Nach dem katastrophalen Freitag steht natürlich zu befürchten das die Indizes in diese Woche weiter abrutschen werden. Dennoch ist auch hier auch mit der Gegenbewegung nach oben durchaus wieder zu rechnen. Die asiatischen Indizes präsentieren sich heute erstaunlich robust nach diesen Vorgaben und notieren nur geringfügig im Minus. Nach wie vor bewegt der Ölpreis die Gemüter. Die Ankündigung des venezualanischen Staatsoberhauptes Chavez haben wiedermal für reichlich Verunsicherung gesorgt, und das war wohl auch so beabsichtigt. Saudi Arabien hält mit einer Erhöhung der Förderquote dagegen. Man darf gespannt sein wie der Markt diese beiden Faktoren weiter beurteilt.

Von weiteren schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor bleiben wir auch diese Woche nicht verschont. So konnte man heute morgen lesen das die Citigroup dem Abbau von rund 6500 Stellen plant der auch vor der Managerebene nicht Halt machen wird. Bertroffen ist in erster Linie der Investmentbereich des Bankhauses.

Die Entlassungen sollen bereits am heutigen Montag beginnen. In New York und anderen Städten sollten ganze Handels-Desks entfallen. Im Gegensatz zu früheren Streichungen seien diesmal auch Dutzende von hochrangigen Managern betroffen. Bis zum 31. März habe die Citigroup mindestens 9000 seiner weltweit 350.000 Mitarbeiter entlassen, hieß es weiter.

Citigroup Finanzchef Gary Crittenden hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, die Bank mache sich auf weitere Abschreibungen gefasst. In einigen Bereichen seien die Summen geringer als im ersten Quartal. Die Abschreibungen wären möglicherweise dennoch beträchtlich. Die von der internationalen Krise an den Kreditmärkten am härtesten getroffene Bank hatte für die ersten drei Monate des Jahres 6 Mrd. $ abgeschrieben.

Auch wenn die Maßnahme der Entlassungen aus Unternehmenssicht verständlich und aus Aktioinärssicht vielleicht wünschenswert zu sein scheint trifft es hier mal wieder auch die falschen, und wird die Citigroup wohl nicht aus ihrer mißlichen Lage befreien können, denn dafür ist es viel zu spät.

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