Bekommt Solon nun Staatshilfe?

Bekommt der angeschlagene Solarkonzern Solon bald Staatshilfe? Der tief in der Verlustzone steckende Solarmodulhersteller Solon hat einem Magazinbericht zufolge gute Aussichten auf Staatshilfe. Die Berliner Firma habe 180 Millionen Euro Staatsbürgschaften aus dem Deutschlandfonds beantragt, meldete die „Wirtschaftswoche“. Das Anliegen stoße auf „Sympathie“ im zuständigen Wirtschaftsministerium, berichtete das Magazin ohne Nennung von Quellen. Solon war für eine Stellungnahme am Samstag nicht zu erreichen, das Wirtschaftsministerium wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

Dabei könnte der Solarmodulhersteller Solon staatliche Hilfen in der Tat gut gebrauchen. Im dritten Quartal hatte der einstige TecDax-Konzern erneut tiefrote Zahlen geschrieben, der Nettofehlbetrag lag bei 36,6 Millionen Euro. Im operativen Geschäft fuhr Solon einen Verlust von 34,5 Millionen Euro ein. Im Gesamtjahr 2009 erwartet Solon weiterhin ein deutlich negatives Ergebnis.. Derzeit verhandeln die Berliner mit den kreditgebenden Banken über eine Neustrukturierung der mittelfristigen Konzernfinanzierung. Solon steht netto mit fast 400 Millionen Euro in der Kreide.

Solon hat in den vergangenen Jahren neben Deutschland vor allem in Spanien Geschäfte gemacht. Nach der Kappung der staatlichen Förderung in Spanien brach der dortige Markt zusammen. Konzerne wie Solarworld, Aleo Solar oder Centrosolar, die mehr auf kleinere Dachanlagen setzen, konnten sich dagegen in der Krise besser behaupten. Die vage Aussicht auf Staatshilfe treibt die Solon-Aktie vorbörslich um 1,3 Prozent in die Höhe. Der übergeordnete Trend ist dennoch weiterhin negativ: Seit Jahresbeginn ist der Titel um rund 50 Prozent eingebrochen! Auch nach dieser Nachricht dürfte die Solon Aktie nicht unbedingt ein Kauf sein. Erst einmal sollte das Unternehmen unter Beweis stellen das man ohne staatliche Hilfe operativ überlebensfähig ist.

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