Bei Schaefflers brennt die Hütte

Schaeffler steht das Wasser bis zum Hals. Die Eigentümerfamilie des angeschlagenen deutschen Wälzlagerhersteller Schaeffler will zur Rettung des Konzerns bis zu drei Viertel ihrer Anteile verkaufen. „Die Familie Schaeffler ist bereit, einen wesentlichen Anteil abzugeben, will aber ein stabiler Ankerinvestor bleiben“, sagte ein Firmensprecher am Dienstag.

„Das bedeutet, sie will mehr als 25 Prozent an der Schaeffler-Gruppe halten.“ Gelingt es Schaeffler nicht, sich in den Verhandlungen mit den Banken auf einen solchen Anteil zu einigen, wäre sogar ein noch niedrigerer Anteil möglich. „Es gibt keine Mindest- oder Höchstgrenze“, sagte der Sprecher mit Blick für die künftige Beteiligungshöhe.

Dass das Debakel um den 10 Mrd. Euro teueren Einstieg beim deutlich größeren Autozulieferer Continental Geschäftsführer Jürgen Geißinger den Job kosten könnte, dementierte Schaeffler. „Es gibt keinen Anlass, sich solchen Gerüchten hinzugeben“, sagte der Sprecher. Er bekräftigte, Schaeffler werde das von der Politik für die Gewährung von Staatshilfen verlangte Rettungskonzept in Kürze vorlegen. Einen festen Zeitplan dafür gebe es aber nicht.

Der Aktienkurs von Continental gab darauf hin noch einemal um über 20 Prozent nach. Für mich ein gutes Niveau um wiedermal mit einer kleinen Position einzusteigen…

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