Autobauer Saab steht vor der Insolvenz

Der zu General Motors gehörende schwedische Autobauer Saab steht vor der Insolvenz. Die Entscheidung über einen Insolvenzantrag des schwedischen Autobauers Saab soll am Donnerstagnachmittag fallen. Das meldeten Medien in Stockholm unter Berufung auf Unternehmenskreise. Weiter hieß es, der Aufsichtsrat tage über eine Videoschaltung zwischen der europäischen Zentrale des US-Mutterkonzern General Motors in Frankfurt sowie dem Saab-Stammsitz in Trollhättan bei Göteborg.

Es gilt weiter als sicher, dass die schwedische GM-Tochter wegen des Ausbleibens von Kapital aus den USA sowie von Hilfen durch Schwedens Regierung einen Antrag auf Insolvenz stellt. Betroffen sind 4 000 Beschäftigte sowie bis zu 25 000 Arbeitsplätze bei Zulieferern. Im Opel-Werk Rüsselsheim ist einem Unternehmenssprecher zufolge dennoch unverändert für April der Start der Vorserienfertigung für den Saab 9.5 geplant. Erste Protypen des Saab-Spitzenmodells seien dort bereits gebaut worden.

Nach schwedischen Medienberichten soll auch die Produktion bei Saab mit insgesamt 4 500 Beschäftigten unter einem Insolvenzverwalter vorerst weiterlaufen. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson bestätigte im Rundfunk die ablehnende Haltung der schwedischen Regierung zu Hilfen für den akut angeschlagenen Mutterkonzern General Motors (GM). Ähnlich wie in Deutschland im Fall Opel hatte das US-Unternehmen auch in Schweden um staatliche Hilfe gebeten, ohne konkrete Konzepte für die Zukunft der Tochter vorzulegen. Saab steht seit 2008 zum Verkauf.

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