Angst und Lustlosigkeit

Die Vorgaben sind gemischt. Während die Börsen in Hongkong und Singapur heute halbwegs gut in die neue Woche gestartet sind ist der Aktienhandel in Japan weiterhin schwach. Unterschiedlicher könnten wohl die Meinungen zu der kommenden Börsenwoche nicht sein. Einig sind sich die Fachleute hingegen darüber das die verschiedenen Konjunkturnachrichten und der Start der US Berichtssaison den entscheidenden Impuls für die kommenden Wochen geben könnte. Generell herrscht eher eine pessimistische Einstellung zu den kommenden Quartalszahlen der US Unternehmen und dies wohl auch zu Recht. Dennoch eröffnen gerade solche negativen Erwartungen großes Potenzial für positive Überraschungen..

Den Anfang macht am Mittwoch mal wieder traditionell Alcoa. Hier wird für das abgelaufene Quartal nicht viel Positives erwartet, dennoch könnte der Ausblick vielleicht positiv überraschen. Die marktbewegenden Impulse dürften Börsianern zufolge allerdings von US-Konjunkturdaten ausgehen. Am Montag steht der ISM-Einkaufsmanger-Index für den Dienstleistungsbereich an. „Wir rechnen mit einer Fortsetzung der Erholung“, prognostizieren die Volkswirte. Am Freitag veröffentlicht die Universität Michigan ihren Index zum Verbrauchervertrauen, sowie die US Handelsbilanz.

Neben den extrem schwachen Umsätzen die sowieso schon für extremere Kursbewegungen sorgen regiert also wohl eher die Angst derzeit an der Börse. Die derzeitigen Börsenkurse dürften als nur eine bedingte Aussagekraft haben. Nachdem wie immer die USA den Ton angeben wird uns also wohl nichts anderes übrig bleiben als abzuwarten ob sich die Erholungstendenzen in der weltgrößten Wirtschaftsnation weiter fortsetzen können. In einzelnen Aktien zeigen sich schon wieder deutlich überverkaufte Muster, allerdings nur unter der Voraussetzung einer weitern Erholung…

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