Allianz, Post, RWE und BASF

Oha, mal wieder ganz schlechte Nachrichten als Vorgabe für den heutigen Handel. In Asien gehen die Indizes mal wieder runter und auch in Europa sind die Vorgaben negativ. Das alles sind natürlich wiedermal die Folgen des gestrigen Kursverlaufes in den USA. Nachdem es zunächst eigentlich ganz gut aussah haben sich die Börsen dann ca 20 Minuten vor Handelsschluss entschieden doch nochmal kräftig fallen zu wollen.Die gestrige Rede von Barack Obama kam mal wieder nicht so gut an und schickte die US Börsen ein Stockwerk tiefer. Ob dies nun wieder die Richtung für heute vorgeben wird oder nur ein nervöser Ausrutscher der Anleger war werden wir heute Nachmittag sehen.

Von den deutschen Unternehmen gibt es auch nicht viel Gutes zu berichten. Den größten Schock dürfte wohl das DAX – Schwergewicht Allianzseinen Anlegern heute verpassen und somit auch den deutschen Leitindex deutlich belasten. Der Verlust im Gesamtjahr lag bei 2,4 Milliarden Euro. Hier hatten Analysten im Schnitt nur mit einem Minus von 2,0 Milliarden Euro gerechnet. Ohne die inzwischen an die Commerzbank verkaufte Dresdner Bank hätte der Konzern einen Gewinnrückgang von 7,3 auf vier Milliarden Euro zu verkraften gehabt. Na, da freuen wir uns ja jetzt schon auf die nächsten Commerzbank Zahlen. Übel dürfte auch die fehlende Prognose für das Gesamtjahr sowie die deutliche Kürzung der Dividende bei der Allianz ankommen.

Die Deutsche Post muss zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Milliardenverlust hinnehmen. Der Konzern musste einen Verlust nach Minderheiten von 1,69 Milliarden Euro bekannt geben. Vor einem Jahr machte die Post noch einen Gewinn von 1,38 Milliarden Euro.  Hier gab es ebenfalls keinen Ausblick und eine gekürzte Dividende für die Aktionäre.

BASF verbucht den ersten Quartalsverlust seit sieben Jahren. Der Chemiekonzern BASF hat das Jahr 2008 wegen des massiven Nachfrageinbruchs mit einem Gewinneinbruch beendet. Das Ebit schrumpfte um ein Zehntel auf 6,86 Milliarden Euro, der Umsatz stieg leicht um 7,5 Prozent auf 62,3 Milliarden Euro. Im vierten Quartal machte sich die Krise dann voll bemerkbar. BASF machte einen Nettoverlust von 313 Millionen Euro, der Umsatz schrumpfte auf 14,3 Milliarden Euro. 2009 soll laut Konzern ein „Jahr voller Herausforderungen“ werden, „wie wir sie noch nie erlebt haben“.

Erfreuliches gab es bei RWE. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 49 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis stieg um 4,5 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Der Umsatz war leicht besser als erwartet. Für 2009 erwartet RWE, dass der Umsatz weiter zulegen soll, das Ebitda soll etwa das Niveau von 2008 erreichen. Der heutige Börsenhandel dürfte also überwiegend belastet in den Tag gehen, dennoch sind die Futures derzeit im Plus. In wie weit diese Nachrichten so schon eingepreist waren werden wir in einer Stunde sehen.

2 Comments

  1. Lars said:

    🙂 Ja knapp daneben, mal schaun wie lange. Das ist ähnlich wie bei der Deutschen Bank gestern.. Aber man kann ja auch nicht immer richtig liegen. Meine Depotpositionen haben gestern alle kräftig zugelegt.

  2. MAik said:

    „Den größten Schock dürfte wohl das DAX – Schwergewicht Allianzseinen Anlegern heute verpassen und somit auch den deutschen Leitindex deutlich belasten.“

    knapp daneben

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