Alcoa vergeigt den Auftackt

Der Aluminiumkonzern Alcoa durfte gestern nachbörslich mal wieder die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal vorlegen und eröffnete damit offiziell die US Berichtssaison. Nicht gerade berauschend und schlechter als erwartet, kann man wohl als Fazit für die Unternehmensdaten auf den ersten Blick festhalten. Alle Märkte außer Luftfahrt, Bau und Gasturbinen hätten weiter angezogen, ließ das Unternehmen wissen. Doch belastet durch Sonderfaktoren musste der weltgrößte Aluminiumhersteller erneut einen Verlust ausweisen, und schließt damit das vergangene Jahr mit insgesamt drei Verlustquartalen ab.

Zwar lag der Umsatz im Schlussquartal mit 5,4 Milliarden Dollar immer noch deutlich unter den Werten aus der Boomzeit. Gegenüber dem dritten Quartal konnten die Erlöse aber immerhin um 18 Prozent zulegen. Das Tagesgeschäft erholte sich somit leicht. Im Jahresvergleich ergab sich ein Umsatzrückgang von 4,4 Prozent. Unterm Strich rutschte der Konzern erneut in die roten Zahlen und verbuchte im vierten Quartal einen Verlust von 277 Millionen Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie. Branchenkenner waren im Schnitt von einem Gewinn je Aktie von 0,06 Dollar ausgegangen. Die Aktie rutschte nachbörslich 5,4 Prozent in die Tiefe. Besonders negativ stieß Analysten wie Anlegern zudem auf, dass Alcoa keinen Ausblick auf das soeben begonnene Geschäftsjahr 2010 liefern wollte.

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