Ab Mittwoch bitte anschnallen…

Die anstehende Handelswoche dürfte wieder neue Erkenntnisse bringen. Die Berichtssaison im Dax nähert sich ihrem Ende und damit dürften auch die Impulse etwas schwächer werden. Vor allem ab Mittwoch könnte es an den Aktienmärkten zusehends turbulenter werden, schließlich stehen dann zahlreiche wichtige Events vor der Tür. So gibt es zur Wochenmitte nicht nur die neuen Zahlen zur US-Handelsbilanz (14.30 Uhr MESZ) für den Monat Juni, sondern auch das Statement zur Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed (20.15 Uhr MESZ) steht zur Veröffentlichung an. In diesem Zusammenhang dürften sich die Investoren vor allem für den Verlauf der aktuellen Stützungsaktionen und den Ausblick der Herren des Geldes interessieren. Ebenfalls am Mittwoch muss EON die Zahlen für das abgelaufene zweiter Quartal vorlegen das traditionell das schwächste des Energiekonzerns ist.

Am Donnerstag ist dann RWE an der Reihe und es folgen dann die Einzelhandelsumsätze für Juli (14.30 Uhr MESZ). Beim letzten Update gab es im Vergleich zum Vormonat einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent zu vermelden. Das Wohl und Wehe der US-Wirtschaft hängt bekanntlich sehr stark von der Konsumfreude der US-Bürger ab. Deren Aktivitäten werden derzeit allerdings durch den sehr schwachen US-Arbeitsmarkt erheblich gebremst. Zeitgleich mit den Einzelhandelszahlen werden übrigens – wie meistens am Donnerstag – die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe kommuniziert. Hier gab es beim letzten Update angesichts von „lediglich“ 550.000 Anträgen eine positive Überraschung. Ebenfalls muss Kali und Salz die Zahlen vorlegen. Hier dürften Anleger mit Spannung auf die erzielten Kalipreise warten. Die Woche endet dann mit den beiden großen deutschen Stahlwerten. Salzgitter Zahlen kommen ebenfalls am Donnerstag sowie ThyssenKrupp am Freitag.

Am Freitag könnten die Anleger dann noch einmal erhebliche Turbulenzen sehen, schließlich sollen dann neben den Konsumentenpreisen für Juli (14.30 Uhr MESZ) auch die Juli-Zahlen zur Industrieproduktion (15.15 Uhr MESZ) veröffentlicht werden. Vor einem Monat lag die Produktion im Vergleich zum Vormonat mit 0,4 Prozent im Minus und die Kapazitätsauslastung belief sich auf 68,0 Prozent. Damit wurden die Erwartungen des Marktes leicht übertroffen. Sollte dies erneut gelingen, könnte es an den Anleihemärkten zu Rückschlägen und an den Aktienmärkten zu Preisaufschlägen kommen. Außerdem wird die Uni Michigan in ihrem aktuellen 14-tägigen Bericht zur Konsumentenstimmung (15.55 Uhr MESZ) neue Anhaltspunkte über die Zuversicht bzw. Zurückhaltung der US-Verbraucher liefern. Sollten sie sich „zugeknöpft“ zeigen, dürfte dies auch der US-Wirtschaft alles andere als zuträglich sein….

2 Comments

  1. Lars said:

    ja möglicher Weise haben Sie damit recht. All die zuletzt getroffenen Maßnahmen der US Regierung werden den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA nicht stoppen können und die zu befürchtende Inflation wird ebenfalls schwere Spuren hinterlassen. Dennoch bietet genau das auch eine enorme Chance für den Aktienmarkt, so pervers dies auch klingen mag..

  2. rubi said:

    da sind Sie aber sehr Optimistisch. Ich meine, dass der große Zusammenfall in USA erst noch ansteht.

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