300 Verhaftungen an der Wall Street

Weil sie Anleger über die Risiken von Subprime-Papieren falsch informiert haben sollen, hat die US-Bundespolizei am Mittwoch und Donnerstag fast 300 Personen festgenommen. Darunter sind auch zwei Manager der inzwischen notverkauften Investmentbank Bear Stearns.

In den USA laufen wegen der Krise gegen zahlreiche Banken und Finanzdienstleister Untersuchungen der Justiz und der Börsenaufsicht SEC. Bear Stearns wurde besonders stark von den Finanzmarkt-Turbulenzen getroffen und wurde im Frühjahr von JP Morgan übernommen. Die beiden Fonds hatten fast ausschließlich in Subprime-Papiere investiert. Der reihenweise Ausfall dieser Kredite bewirkte die bis heute anhaltende Finanzkrise. Weltweit mussten Banken deswegen bislang rund 400 Mrd. $ (260 Mrd. Euro) abschreiben.

Unter den Festgenommenen sind zwei frühere Fondsmanager der Investmentbank Bear Stearns. Die beiden 52 und 46 Jahre alten Männer seien am Donnerstag von Beamten für einen Gerichtstermin in ihren Wohnungen abgeholt worden, sagte eine FBI-Sprecherin in New York. Die Manager hatten zwei Hedge-Fonds geführt, deren spektakulärer Zusammenbruch im Juni vergangenen Jahres am Anfang der weltweiten Finanzkrise stand. Sie sollen Investoren über die wahre Lage der Fonds getäuscht haben.

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