AIG Manager haben noch tiefer in die Kasse gegriffen

Die umstrittenen Bonuszahlungen an führende Manager des angeschlagenen US-Versicherungskonzerns American International Group (AIG) waren noch höher als bisher angenommen. Wie der Generalstaatsanwalt des US- Bundesstaates Connecticut, Richard Blumenthal, dem US-Sender CNN am Samstag in einem Interview sagte, wurden Boni in Höhe von insgesamt 218 Millionen Dollar (161 Mio Euro) an die Manager bezahlt. Bisher waren 165 Millionen Dollar genannt worden. Nach Blumenthals Angaben haben 73 Manager jeweils eine Million Dollar oder mehr erhalten. Fünf von ihnen hätten sogar mehr als vier Millionen Dollar bekommen. ´Wenn die Zahlen sich verändern, möchten wir wissen, was stimmt´, sagte Blumenthal CNN.

Nach einem landesweiten Sturm der Entrüstung über die Bonus- Zahlungen an die AIG-Manager hatte das US-Abgeordnetenhaus mit überwältigender Mehrheit eine Steuer von 90 Prozent für diese Boni beschlossen. Die Abstimmung in der zweiten Kongresskammer, dem Senat, steht noch aus. AIG hatte in den vergangenen Monaten 200 Milliarden Dollar staatliche Hilfen erhalten, um einen Kollaps anzuwenden. US-Präsident Barack Obama hatte die Bonus-Zahlungen scharf kritisiert und sein Unverständnis über die Moral von Spitzenmanagern geäußert. Allerdings stellte sich inzwischen heraus, dass die US- Regierung grundsätzlich durchaus darüber informiert worden war, dass Bonuszahlungen bei AIG beabsichtigt waren

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