AIG schreibt wieder schwarz

Mit ausreichend Geld vom Staat geht alles: AIG kommt dank milliardenschwerer Staatshilfen allmählich wieder auf die Beine. Der krisengeschüttelte US-Versicherungsriese schaffte es zum ersten Mal seit rund zwei Jahren, Gewinne zu schreiben. Der Überschuss belief sich in den drei Monaten bis Ende Juni auf 1,8 Mrd. Dollar (rund 1,3 Mrd. Euro), wie die American International Group am Freitag mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Allianz-Rivale noch einen Verlust von 5,4 Mrd. Dollar erlitten.
„Unser Ergebnis spiegelt die Stabilisierung in einigen Sparten wieder“, sagte AIG-Chef Ed Liddy. Das Versicherungsgeschäft stehe jedoch weiter unter Druck. Schuld daran seien die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und „die nachklingenden Effekte der negativen Geschehnisse bei AIG vom Jahresanfang.“

Das auf die Aktionäre ohne die vom Staat gehaltenen Vorzugsaktien anrechenbare Nettoergebnis belief sich auf 311 Mio. Dollar. Bereinigt lag der Gewinn bei 2,57 Dollar je Aktie und damit fast doppelt so hoch wie die am Markt erwarteten 1,33 Dollar. An der Börse in New York wurden die Zahlen freudig aufgenommen: Die AIG-Aktie legte vorbörslich neun Prozent zu. Noch im vierten Quartal 2008 hatte das Unternehmen mit einem Minus von 61,7 Mrd. Dollar den höchsten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte ausgewiesen. Handelsblatt.com

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