Zurück aus Los Angeles!

Ich bin wieder im Lande. Gestern bin ich aus Los Angeles zurückgekommen und möchte mich erstmal für die etwas dürftige Berichterstattung in den letzten 10 Tagen entschuldigen. da ich sehr viel im Auto unterwegs war war es mir nicht immer möglich hier regelmäßig zu schreiben und dazu noch die Zeitverschiebung etc. Aber nun gehts wieder los und ich werde wie gewohnt wieder täglich und regelmäßig über Aktien und das allgemeine Marktgeschehen hier berichten.

Es war sehr interessant in den USA und auch sehr aufschlussreich was die aktuelle Problematik des Landes betrifft, wie z.B. die Auswirkungen der Subprime Krise, oder die US Wahlen. Ich habe mit viele Amerikanern darüber gesprochen, und die Meinungen gerade auf den nächstmöglichen Präsidenten der Vereinigten Staaten gehen weit auseinander. Bei der Subprime Krise hingegen herrscht eher Einigkeit unter der Bevölkerung, das die Auswirkungen noch eine ganze Weile anhalten werden, und es gerade für Hausbesitzer noch viel schlimmer kommen könnte. Der Konsum hingegen scheint weiterhin auf einem guten Niveau zu sein. Es wird gekauft und kräftig konsumiert, wahrscheinlich auch nach wie vor einiges auf Pump.

Die Häuserpreise werden wohl noch weiter fallen in den kommenden Monaten. Amerikanische Hausbesitzer müssen in Kalifornien 0,1 Prozent des Kaufpreises ihres Eigenheimes als monatliche Tax abführen. D.h. bei einem Kaufpreis von 500.000,- Dollar ergibt das eine monatliche Belastung von 500 Dollar. Viele können diese Steuern aber gerade nach den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten nicht mehr bezahlen, und stellen somit die Zahlungen an den Staat ein.

Dieser Zustand kann ungefähr ein Jahr aufrecht erhalten werden bevor das Land Kalifornien und die Bank den Hahn zudreht. D.h. weitere Zwangsverkäufe können sich noch eine ganze Weile hinziehen und uns bis ins Jahr 2009 begleiten. Ganze Strassenzüge werden momentan leergefegt. Häuser in wunderschöner direkter Strandlage stehen zum Verkauf für 250.000 Dollar. Die selben Häuser haben vor ein paar Monaten noch 700.000 bis 800.000 Dollar gekostet. Die Lage ist also für einige sehr tragisch und traurig, bietet aber wiederum für andere auch ungeahnte Chancen und Möglichkeiten, ähnlich wie am Aktienmarkt..

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