Wunschanalyse BASF SE – deutsches Traditionsunternehmen und Weltmarktführer

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de), Rainer Hahn von EMFIS.com und Dennis Gürtler von http://chartanalyse.wordpress.com. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der BASF SE gewünscht.

BASF SE laut Sharewise.com:

Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
17 Mitglieder Ø 41,03 Euro 15 2
19 Analysten Ø 41,69 Euro 10 6 3

BASF SE (WKN 515 100, ISIN DE0005151005, Marktkapitalisierung: ca. 37 Mrd. Euro)

1.) ÜBERBLICK, ENTSTEHUNG, KONZERNENTWICKLUNG

Die BASF SE ist mit der Zeit ein multinational agierendes großes deutsches Traditionsunternehmen geworden, welches nicht nur im größten deutschen Leitindex, dem DAX gelistet, sondern auch der Weltmarktführer in der Chemiebranche ist. Stabile Erträge, eine gesicherte Position im internationalen Wettbewerb, sowie der konzerninterne Fortschritt und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen der BASF SE sind nur einige von vielen Gründen, warum es sich lohnt, einen genaueren Blick auf das Unternehmen und dessen Aktie zu werfen.

Die heutige Struktur des Konzerns ist natürlich ein Ergebnis eines langjährigen Entwicklungsprozesses, welcher seinen Ursprung in der Gründung einer Badischen Anilin- & Soda-Fabrik im Jahr 1865 besitzt. Anfänglich produzierte das Unternehmen Teerfarbstoffe und deren Vorprodukte, begann aber schon bald  mit der Herstellung von Textilfarbstoffen auf Indigobasis und erreichte innerhalb weniger Jahre durch Ausbau und Akquisitionen eine führende Position auf dem weltweiten Markt für Färbemittel. In den 1880er Jahren gründete das Unternehmen bereits Niederlassungen in Frankreich, Russland und den USA. Im später folgenden Ersten Weltkrieg wurde die BASF in die Rüstungswirtschaft integriert. Neben Ammoniak und Salpeter als Ausgangsstoffe für die Sprengstoff- und Schießpulverproduktion wurden auch Vorprodukte für die Giftgaserzeugung hergestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Produktionsanlagen der BASF von den Alliierten größtenteils demontiert und die Patente beschlagnahmt. Das Monopol auf viele von der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik AG entwickelte Farbstoffe ging verloren. Trotzdem wurde die Produktion in den frühen 1920er Jahren schnell wieder aufgenommen, allerdings erreichte die AG nicht wieder die Stellung auf dem Weltmarkt wie vor dem Krieg und geriet in schwere wirtschaftliche Nöte.

Im Zuge der zunehmenden wirtschaftlicher Schwierigkeiten und wachsender Konkurrenz, wurde 1924 die Gründung der IG Farben beschlossen. Mit  der prosperierenden Automobilindustrie begann das Unternehmen mit der Herstellung von Benzin. Der Durchbruch gelang jedoch durch die Kautschuk-Synthese, da zu dem damaligen Zeitpunkt es erstmals möglich war Kautschuk künstlich zu erzeugen. Nach Kriegsbeginn des Zweiten Weltkrieges 1939 produzierte die I.G. Farben für die Kriegswirtschaft und unterstützte die Rekrutierung von Zwangs- und Fremdarbeitern und die Ausbeutung von KZ-Häftlingen. Im Zuge der wirtschaftlichen und politisch veränderten durch die Alliierten beeinflussten Rahmenbedingungen, wurde die IG Farben jedoch wieder aufgelöst und in 11 Unternehmen aufgeteilt. Während der Zeit von 1952 bis 1973 gelang es der Anilin-&Soda-Fabrik AG seine Produktpalette  nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu diversifizieren. Neben dem Ausbau von Produktionsstädten im Ausland, setzte die damalige Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG Akzente in der Kunststoffherstellung, sowie der Speichermedium-Industrie (Audio-/Videokassetten für EDV, Druckplatten) und begann den Aufbau eines eigenen Pharmabereichs. Nach der Umbenennung in die BASF AG und der erneuten Endproduktionserweiterungen, erfolgten zahlreiche weitere Diversifizierungen und Einstiege in neue Geschäftssegmente. Unter anderem wurden international kooperierenden und agierende Tochtergesellschaften gegründet, sowie Joint-Ventures mit Bayer und Höchst geschlossen.

Im März 2001 verkaufte die BASF im Zuge der Ausrichtung auf ihre Kernaktivitäten ihr Pharmageschäft. Durch den Verkauf, sowie gezielten weiteren Übernahmen anderer Konzerne legte die BASF die Kernausrichtung neu fest, die bis zum heutigen Zeitpunkt Gültigkeit besitzt.

Aktuell ist die BASF in sechs Segmente mit insgesamt 14 Unternehmensbereichen gegliedert. Dem BASF-Konzern gehören insgesamt über 400 Unternehmen, davon mehr als 160 intern als A-Gesellschaften bezeichnete Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen, die den Kern des Konsolidierungskreises ausmachen. Grundsätzlich kann man die Produkte in sechs Hauptgeschäftsfelder unterteilen:

Chemikalien
Kunststoffe
Veredelungsprodukte
Function Solutions
Pflanzenschutz & Ernährung
Öl & Gas

Zusätzlich unterhält die BASF weltweit 1.900 Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten (etwa zwei Drittel) sowie Start-Up-Unternehmen und Industriepartnern (etwa ein Drittel) in Forschung und Entwicklung, vorwiegend im Bereich Biotechnologie.

Eine umfassende Produktpaletten-Übersicht habe ich für Sie aus dem Halbjahresbericht 2009 entnommen:
(Quelle: http://www.bericht.basf.com/2009/q2/de/serviceseiten/willkommen.html; Seite 3)

1.1.) FUNDAMENTALANALYSE, FINANZIERUNG, KONZERNAUSRICHTUNG

Wie anfänglich erwähnt ist die BASF SE nach Umsatz und Marktkapitalisierung derzeit der weltweit größte Chemiekonzern. Insgesamt sind circa 105.000 Mitarbeiter in über 170 Ländern beschäftigt. Es werden international in etwa 330 Produktionsstandorte betrieben.

Bevor ich mich genauer mit den  aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen auseinandersetzen und Ihnen darstellen werde, halt ich es für sinnvoll einen Blick auf den von BASF getätigten Aussagen zum wirtschaftlichen Umfeld zu werfen. Laut dem aktuellen offiziellen Geschäftsberichts(Q2/09)  kann sich der Konzern den starken Auswirkungen der tiefen Rezession nicht entziehen und sieht zum Vergleich mit dem Q4/2008 auch im Q1/2009 eine weitere Verschärfung der Gesamtsituation. Auch im Q2/2009 sei das wirtschaftliche Umfeld unverändert schwierig geblieben, wobei sich allerdings eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau abzuzeichnen scheine, laut Q3/09.

Grundsätzlich sollte eine Interpretation des Halbjahresbericht immer auf dem Hintergrund des schweren rezessionsgeprägten Umfeldes geschehen. Durch die Einbeziehung der gesamtwirtschaftlichen Umgebung, halte ich es für angemessen die Gewichtung der Beurteilungskriterien abzuändern und die veränderte Situation auf dem Weltmarkt in die Deutung hineinfließen zu lassen. In einer Zeit, in der die kommende Lage unsicher scheint, lege ich meine Schwerpunkte daher auf die zukünftige Ausrichtung und die Soliditätsbewertung der finanziellen Situation der BASF SE. Sinnvoll ist dies aus meiner Sicht deshalb, da es kaum Unternehmen gibt, welche keinen Rückgang im Umsatz, EBITDA, Cashflow oder Vermögen zu verzeichnen hatten. Meiner Meinung nach sind neben vielen anderen Kriterien jedoch die oben genannten zwei Hauptkriterien gerade auf dem Hintergrund der Krise von existenzieller Bedeutung.

(i) Gelingt es dem Unternehmen sich solide über einen langfristigen Zeitraum auf unsicherem Geschäftsumfeld zu finanzieren? Wie steht es um die kurzfristigen liquiden Mittel(Cashflow)?

(ii) Wie sieht die zukünftige Produkt & Dienstleistungspalette aus? Ist die Konzernausrichtung auf die zukünftigen Absatzmärkte mit den entsprechenden adäquaten Produkten vorbereitet, sodass eine stabile Ertragslage antizipiert werden kann?

Der Vollständigkeit halber, werde ich in kurzen Sätzen zunächst die allgemeinen Kennzahlenentwicklungen auf der Basis des Halbjahresbericht 2009 und dem Q3-Bericht/09 schildern, bevor ich die Perspektive auf die zwei Kernfragen richten möchte. Vor dem Hintergrund der weltweiten Krise ist ein stark rückläufiges Geschäft mit einem Umsatzrückgang um 23%, bereinigt um Währungseffekte und Portfoliomaßnahmen um 28% zurückgegangen. (verglichen mit drei Vorjahresquartalen). Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist vor Sondereinflüssen um 55% geschrumpft. das Ergebnis vor Steuern ist um 68%, nach Steuern um 71% niedriger als im Vorjahreszeitraum. Von entscheidender Bedeutung muss dazu jedoch ergänzt werden, dass die Programme zur Effiziensverbesserung und Kosteneinsparung dem Ergebnisrückgang stark entgegenwirken konnten, wodurch sich die Betriebstätigkeit im Q2/2009 zum Q1/2009 bereits verbessern konnte.

1.2.) ANPASSUNGSFÄHIGKEIT & FINANZIERUNG (i)

Sicherlich werden sich manche Leser fragen, warum ich so deutlich auf den Halbjahresbericht  2009 eingegangen bin. Die Idee meinerseits liegt in jener Überlegung, dass es für eine Bewertung der fundamentalen Situation eines Unternehmens und dessen zukünftige Erwartungshaltung maßgeblich davon abhängt, wie stark der Einbruch während der Krise im Vergleich zu den Konkurrenten erfolgte und ob es gelingt mit geeigneten Mitteln auf die Krise zu reagieren. Nur wenn man Kenntnisse über die Anpassungsfähigkeit eines Unternehms in schwierigen Zeiten hat, kann man auch auf passable Zukunftsentwicklungen schließen. Auf diesem Hintergrund ist nun resümierend festzuhalten, dass die BASF SE nicht stärker als andere Konkurrenten unter Druck gekommen sind und mit konkreten Maßnahmen auf die veränderte Situation durch die Krise reagieren konnte. Während nicht nur die Fixkosten erfolgreich gesenkt wurden, konnten sowohl auch die planmäßigen Erhöhungen der Forschungs- und Entwicklungkosten zur Zukunftssicherung durchgeführt werden. Obwohl  ein Umsatz- und Ergebnisrückgang in allen Regionen zu verzeichnen war, kam es in Asien, im Pazifischen Raum, sowie in Südamerika, Afrika und im Nahen Osten zur einer leichten Belebung der Nachfrage. Während das Segmente-Vermögen leicht zunehmen konnte, wurde der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stark  erhöht um so mehr Handlungsspielräume zu erlangen.

Aufgrund starken Anpassungen an die gegebenen Umstände in Kombination mit der signifikanten Erhöhung des Cashflows und der soliden Bilanzsituation, stufe ich die Entwicklung als stark positiv ein.

1.3.) PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGSPALETTE, KONZERNAUSRICHTUNG (ii)

Während sich manche Unternehmen auf bestimmte Endprodukte fokussieren und sich damit auch von einem bestimmten Markt abhängig machen, zeigt sich bei der Betrachtung der Produkte der BASF SE ein breit gestreute Produktionspalette. Sowohl die horizontale, als auch die vertikale Produktdiversifikation erlauben es dem Konzern marktbreit zu agieren und nicht abhängig von einem bestimmten Handelssegment zu sein.

Von entscheidender Bedeutung ist auch die stetige Fokussierung auf  Forschungs- und Entwicklungsprojekte, welche selbst im 2009 engagiert fortgeführt worden. Während so manche Konzerne vor allem in ihren  Forschungssegmenten sparten, bleibt die BASF SE stetig nach vorne ausgerichtet, um auch in Zukunft mögliche Trends zu setzen. Weltweit besitzt der Konzern über 1.900 Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten (etwa zwei Drittel) sowie Start-up-Unternehmen und Industriepartnern (etwa ein Drittel) in Forschung und Entwicklung, vorwiegend im Bereich Biotechnologie. Die BASF und IMEC, das führende Forschungszentrum für Nano- und Mikroelektronik in Europa, haben im Juli 2009 angekündigt, ihre 2007 gestartete Kooperation auszuweiten. BASF, Linde und RWE haben am 18. August 2009 eine Pilotanlage zur Reinigung von Kraftwerksrauchgasen offiziell in Betrieb genommen. Mit Masdar, in Abu Dhabi ansässiges Unternehmen für erneuerbare Energien, wurde im August 2009 eine strategische Partnerschaft beim Bau von Masdar City, der weltweit ersten CO²-neutralen Stadt, bekannt gegeben Mit der brasilianische Centro de Tecnologia Canavieira (CTC),  einer der weltweiten Technologieführer in der Zuckerrohrzüchtung, hat die BASF im August 2009 eine Kooperation im Bereich Pflanzenbiotechnologie vereinbart. Aufgrund der vielen Forschungsprojekte und Kooperationen zeichnet sich hier ein starke zukunftsorientiere Firmenpolitik ab, mit welcher das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben will und meiner Einschätzung nach auch sein wird. Es verwundert also nicht, wenn bereits in diesem Jahr über 1000 neue Patente seitens der BASF registriert wurden und zeigt die stets in die Zukunft gerichtete Firmenpolitik.

2.) CHARTTECHNISCHE ANALYSE

Normalerweise beginne ich die Chartanalyse mit einem langfristigen Rückblick, um wichtige Entwicklungen und mögliche Trends zu identifizieren. Im Jahr 2007 erfolgte jedoch ausgehend von der Hauptversammlung der Beschluss, die BASF AG in eine SE umzuformen, wodurch die Aktie neu emittiert werden musste und daher ein Rückblick nur bis ins Jahr 2007 zurückreichen kann.

Ausgehend von September 2007 konnte die Aktie der BASF SE kurzfristig ansteigen, bevor sie dann im Juni 2008 einen steilen Abwärtstrend ausbildete. Das Tief des Trends lässt sich bei der Marke von 20 Euro lokalisieren und bildet somit gleichzeitig ein wichtiges Unterstützungsniveau. Nach einer dreimonatigen Seitwärtsphase zwischen November ’08 und März ’09 befindet sich die Aktie nun in einem mehrfach getesteten stabilen Aufwärtstrend, wie sie dem Chart entnehmen können.

Gegenwärtig befindet sich der Aktienkurs vermutlich in einer Impulswelle und vollzieht somit einen kurzfristigen soliden Anstieg, da dieser mustergültig von der unteren Trendkanallinie abgeprallt ist. Wie sie dem Chart ebenfalls entnehmen können, befindet sich an der Marke von 41,50€ ein signifikanter Widerstand aus dem Jahre 2008, der auch äußerst deutlich getestet worden ist. Am 20.10.09 erreichte der Kurs diese Marke und pralle hoch dynamisch ab. Das lässt darauf schließen, dass die Aktie entweder leerverkauft wird und/oder es zu Gewinnmitnahmen kommt. Festhalten lässt sich zumindest, dass bei dem Widerstandsniveau von rund 40 bis 42 Euro eine ausgeprägte Abgabebereitschaft zu beobachten. Andererseits ist jedoch der stabile Aufwärtstrend intakt.

Im Folgenden sehe ich zwei hauptsächliche Szenarien. Entscheidend für den zukünftigen Verlauf wird der Widerstand sein. Sollte dieser nachhaltig, möglichst mit einem erfolgreichen Re-test, überwunden werden, sind Kurszuwächse bis hin in den Bereich von 50 Euro möglich.

Prallt der Kurs jedoch ähnlich signifikant, wie am 20.10 diesen Jahres ab, ist ein erneutes Teste der unteren Trendkanallinie wahrscheinlich (circa 38 Euro).

Dort befindet sich unterstützend sowohl die SMA50, als auch die SMA100. (Einfacher gleitender Durchschnitt der letzten 50 Tage). Ein mögliche Long-Position wäre als bei diesem so  genannten Unterstützungs-Cluster denkbar.

Achten Sie als aktiver Anleger also hauptsächlich auf den Trendkanal, den zentralen Widerstandsbereich rund um 40 bis 42 Euro, sowie die Unterstützungen der gleitenden Durchschnitte. Sollten der Kurs diese Unterstützungen signifikant brechen, wären Kurse rund um 28 bis 30 Euro möglich, da dort die nächsten starken Supports aus der Vergangenheit liegen.

Aufgrund meiner Erfahrung im Daytrading empfehle ich Ihnen bei der eigenen Bewertung der charttechnischen Situation der Aktie der BASF SE die Miteinbeziehung großer Indizes (S&P 500, EuroStoxx 50, Russell 2000) da in der Regel eine hohe positive Korrelation zwischen diesen Majors und den einzelnen Aktien besteht.

Ebenfalls sollte das EUR/USD-Paar, der US-Dollarindex, sowie Gold, Öl und Bonds in Ihre Interpretationen einfließen, um so mögliche Geldumschichtungen beziehungsweise Liquiditätsströmungen rechtzeitig zu erkennen.

3.) FAZIT & AUSBLICK

Nach dem Absturz der Weltwirtschaft Ende 2008 hat sich das Geschäft der BASF SE im Jahresverlauf auf niedrigem Niveau stabilisiert. Positive Impulse kommen aus Asien, insbesondere aus China, sowie aus Teilen Südamerikas. Für das vierte Quartal 2009 wird laut dem aktuellen dritten Quartalsbericht einen Umsatz auf dem Niveau des Vorquartals erwartet. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen wird voraussichtlich den Wert des vierten Quartals 2008 übertreffen, aber niedriger als im dritten Quartal 2009 ausfallen. Insgesamt ist die Entwicklung in den kommenden Monaten schwer einzuschätzen.

Laut dem Konzern bestehen weiterhin große Risiken, wobei die Erholung eher langsam und unstetig verlaufen könnte. Auch wenn die Entwicklung auf Grund bleibender Risiken schwer einzuschätzen ist, konnte die BASF SE aus meiner Sicht mit den notwendigen Sparmaßnahmen, sowie mit der starken Erhöhung des Cashflows richtige und wichtige krisenentgegenwirkende Prozesse in Gang setzen. Anders als bei vielen anderen Unternehmen, hat die zukunftsorientierte Forschungsarbeit hohe Priorität, was sich unter Anderem darin zeigt, dass alleine im diesem Jahr bereits über 1000 neue Patente angemeldet wurden. Es lässt sich sehr viel über die BASF SE schreiben, aber letztendlich kommt es auf die schon vorher zwei erwähnten Hauptkriterien an. Für mich jedenfalls ist es entscheidend, ob ein Unternehmen eine solide Finanzierungsbasis besitzt und gleichzeitig die Firmenpolitik auf zukünftige Trends ausgerichtet hat. Auch die breite Produktionspalette zeigt die massive Verankerung des Unternehmens im Wettbewerb und untermauert die weltweit anerkannte Weltmarktführerrolle. Es handelt sich sowohl bei dem Unternehmen, und somit natürlich auch bei der Aktie um einen Qualitätswert, was sich auch in der stabilen Dividendenpolitik äußert, die nicht auf Kosten der Arbeiterschaft im Sinne einer Profitmaximierung geht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre  die Aktie mir persönlich momentan zu weit gelaufen, außerdem wäre es nicht sinnvoll direkt vor einem starken Widerstand in die Aktie einzusteigen. Letztlich ist das natürlich Ihre Entscheidung, aber grundsätzlich würde ich dazu raten, eher unten am Trendkanal einzusteigen. Sollte es im Zuge korrelierender Aktienmärkte zu einer stärken Korrektur kommen, hält sich die Aktie der BASF SE sicherlich stabiler als andere konjunktursensiblere Aktien, aber würde bestimmt auch teilweise mit korrigieren.  Ein Einstieg zwischen 30 Euro bis 35 Euro wäre sicherlich optimal. Aufgrund der aktuellen Bewertung also komme ich abschließend zu dem Ergebnis die Aktien momentan nicht zu kaufen, sie jedoch auf die Watchlist ganz nach oben zu setzen. Sollten Sie in die Situation kommen, nochmal günstig in die Aktie einsteigen zu können, wäre ein Investment mit diesem soliden Unternehmen eine stabile dividendenstarke Position in Ihrem Depot keine schlechte Idee.

Im Anhang finden Sie weiteren Informationen zum Unternehmen, zur Aktie, sowie die gesamte Analyse als PDF zum Download.

Herzliche Grüße,
Ihr Dennis Gürtler

Für diejenigen unter Ihnen, die sich explizit näher mit der Aktie beschäftigen wollen, empfehle ich Ihnen diese Links zur weiteren inhaltlichen Vertiefung:

Halbjahresbericht 2009 (Q1 & Q2)
• Link: http://www.bericht.basf.com/2009/q2/de/serviceseiten/willkommen.html

Quartalsbericht Q3/2009
• Link: http://bericht.basf.com/2009/q3/de/serviceseiten/willkommen.html

Empfehlungen bei Sharewise
• Link: http://www.de.sharewise.com/aktien/DE0005151005-basf-se-o-n/analysen-empfehlungen

Einschätzungen von Analysten
• Link: http://www.aktiencheck.de/suche.m?type=analysen&suchbegriff=DE0005151005
• Link: http://www.finanzen.net/analysen/BASF-Analysen

Unternehmensnachrichten
• Link: http://www.aktiencheck.de/suche.m?type=news&suchbegriff=DE0005151005

Die gesamte Analyse als PDF
• Link: http://chartanalyse.files.wordpress.com/2009/11/guertler_basf.pdf

Für tägliche Dow Jones/DAX – Videoanalysen empfehle ich Ihnen auch meinen Blog: http://chartanalyse.wordpress.com

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