Wer bezahlt die Zeche?

Washington Mutual ist Pleite und wird durch JP Morgan übernommen. Damit stirbt die größte unabhängige Sparkasse der USA und das hätte wohl niemand wirklich für möglich gehalten. Wir befinden uns anscheinend nur noch einen Wimpernschlag entfernt von einer Weltwirtschaftskrise die in Ihrem Ausmaß die letzte große Krise von 1929 noch übertreffen könnte. Und was macht der Amerikaner? Er hält sich mit langen Debatten auf ob oder wenn ja wie im einzelnen die Welt gerettet werden kann und wer die Zeche bezahlen soll. Als erstes schreit man mal wieder nach Hilfe aus dem Ausland, ähnlich wie bei den diversen kriegerischen Aktivitäten der letzten Jahre.

Mit scharfen Worten hat Finanzminister Peer Steinbrück nun im Bundestag die USA kritisiert. Die „Laissez-faire-Haltung“ der Regierung habe die Finanzkrise mit verursacht. „Dieses in weiten Teilen unzureichend regulierte System bricht gerade zusammen.“ Hat der Kapitalismus versagt? Eine Hilfe wurde bisher versagt und ich hoffe das bleibt auch so denn diese Krise ist hausgemacht und und sollte dann auch hausintern geregelt werden. Sicherlich betrifft uns dies auch und auch wir werden letztendlich einen Teil der Zeche bezahlen müssen, und sei es nur durch die erlittenen Aktienverluste.

Ein Gutes hat das ganze aber dann vielleicht doch. Nachdem der amerikanische Staat nun in der Position ist ein Bankrott abwenden zu müssen ist es sehr unwahrscheinlich das wir in den kommenden Jahren wieder mit neuen kriegerischen Aktivitäten rechnen müssen. Denn man wird es sich schlicht und ergreifend nicht mehr so schnell leisten können Truppen und Waffen irgendwo hinzuschicken. Nebenbei bemerkt muss wohl das ganze System nochmal überdacht werden, denn eine staatliche Übernahme diverser Finanzunternehmen führt eher zum Kommunismus als zum Kapiatlismus. Also – liebe Amerikaner wenn Ihr Euch noch lange die Weltmacht Nummer eins nennen wollt kommt bitte endlich in die Puschen!

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