Welchen Aktien trauen die sharewise Top 100 Mitglieder die beste Rendite zu

Marktüberblick

Ganz hat der DAX unser Korrekturziel von maximal 4.500 Punkten nach unten zuletzt nicht ausgeschöpft, unter die 5.000 Punkte Marke fiel er jedoch kurzfristig noch. Doch dann kam endlich das Signal aus der Politik an die Märkte, dass man nun eine wirkliche Lösung der aktuellen Krise in der Eurozone anstrebt, und schon konnte sich der DAX innerhalb kürzester Zeit wieder deutlich erholen und zuletzt sogar die 6.000 Punkte Marke zurückerobern. Damit sollte der DAX nun auch das Schlimmste überstanden haben und daher nicht mehr unter die Marke von 5.500 Punkten zurückfallen. Auch ein Rückgang auf das Finanzkrisentief aus dem Jahr 2008 bei 3.600 Punkte bis 3.700 Punkte im DAX, das wir als „Worst Case Szenario“ skizziert hatten, sollte nun endgültig vom Tisch sein.

Doch worin bestand eigentlich das Signal, das den DAX kurzfristig um fast 1.000 Punkte oder gut +20% steigen ließ? Nun, in erster Linie darin, dass die Politiker zwei Dinge langsam zu erkennen bzw. sich eingestehen zu scheinen. Nämlich erstens, dass die europäischen Großbanken (notfalls auch zwangs)rekapitalisiert werden müssen, um so zweitens die eigentlich bereits seit eineinhalb Jahren feststehende Staatspleite Griechenlands zu ermöglichen. Eine solche Staatspleite hätte nämlich gleich mehrere positive Effekte. Denn durch den sogenannten „Haircut“ würden nicht nur die Staatsschulden Griechenlands auf einen Schlag deutlich reduziert werden – auch die Zinsbelastung würde deutlich sinken. Alles in allem bekäme Athen damit eine echte Chance auf einen Neuanfang und vor allen Dingen würde eine dauerhafte europäische Transferunion verhindert, die insbesondere die deutschen Steuerzahler erheblich belasten würde. Zudem würden den Gläubigern die trotz der Eurozone immer noch vorhandenen Länderrisiken wieder bewusst, so dass mittel- bis langfristig vielleicht sogar eine neue Schuldenkrise verhindert werden könnte. Denn wenn die Märkte wirtschaftlich weniger starken Ländern eben höhere Zinsen abverlangen, so können und werden diese sich nicht mehr so hoch verschulden. Insofern könnte eine solche Politik auf längere Sicht den Euro in der Tat wieder stärken. Aufpassen muss man dabei nur, dass durch eine Staatspleite Griechenlands keine Deflationsspirale entsteht, und daher ist die vorherige (Zwangs)Rekapitalisierung so wichtig.

In einem zweiten Schritt sollte man dann die zu groß gewordenen („too big to fail“) Banken jedoch zerschlagen, vielleicht wirklich in dem man wieder eine Trennung zwischen Geschäfts- und Investmentbanken einführt. Die Alternative dazu wäre nämlich eine derzeit (leider!) diskutierte kurzfristige Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen. Verstehen Sie uns da jetzt aber nicht falsch! Auf längere Sicht kann und sollte man sicherlich auch die Eigenkapitalanforderungen der Banken erhöhen, kurzfristig würde dies jedoch nicht nur (vielleicht) die Zockereien der Banken einschränken, sondern eben auch zu einer restriktiveren Kreditvergabe durch die Banken an die Realwirtschaft führen. Und dies wiederum würde dann eben auch wieder Deflationsgefahren bergen, so dass dies kontraproduktiv wäre. Daher halten wir eine (Zwangs)Rekapitalisierung oder auch (Teil)Verstaatlichung der Banken – denn neues Kapital sollte der Staat nur gegen Aktien geben, wie es selbst im Vorzeigeland des Kapitalismus, den USA, einst gemacht wurde – sowie eine anschließende Zerschlagung mit gleichzeitig langfristiger Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen für richtig. Somit bekäme man endlich wieder Stabilität in das (europäische) Finanzsystem – und zwar anders als nach der Finanzkrise 2008 nicht nur für zwei bis drei Jahre. Kurzfristig könnte ein solches Vorgehen – aufgrund der Verwässerung der Altaktionäre durch die Kapitalerhöhungen – die Aktien der europäischen Großbanken zwar durchaus noch einmal etwas belasten, in diese Kursschwäche hinein könnten dann jedoch längerfristig denkende Anleger durchaus Aktien von Banken wie der BNP Paribas, der Credit Suisse, der Deutschen Bank AG oder von Goldman Sachs und JPMorgan einsammeln.

 


Diese 3 Aktien empfehlen unsere Top 100 Mitglieder aktuell am häufigsten zum Kauf

1.) First Majestic Silver: Die First Majestic Silver Corp. ist ein an der kanadischen Börse in Toronto (Toronto Stock Exchange, TSX) gelistetes Unternehmen, dass neben Silber auch Blei und Zink fördert. Der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens liegt dabei in Mexico, einem halbwegs politisch stabilen Land, dass zudem zu den größten Silberproduzenten der Welt zählt. Gegründet wurde die First Majestic Silver Corp. erst im Jahr 2002 durch den heutigen CEO Keith Neumeyer. Innerhalb nur weniger Jahre hat es Neumeyer geschafft, aus einem neugegründeten Unternehmen einen ernstzunehmenden Player auf dem Silbermarkt zu formen, und auch die Zukunftsaussichten für das Unternehmen sehen weiterhin rosig aus. So liegt die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens schon bei ca. 1,6 Mrd. US-Dollar bzw. umgerechnet ca. 1,18 Mrd. Euro. Natürlich ist jegliche Investition in eine Gold- oder Silbermine immer auch eine Wette auf einen steigenden Gold- und/oder Silberpreis; wenn man jedoch von einem steigenden Silberpreis ausgeht, so ist die Aktie der First Majestic Silver Corp. aktuell nach Ansicht der sharewise Top100 Mitglieder die erste Wahl, und dieser Einschätzung können wir uns auch relativ bedenkenlos anschließen.

2.) Barrick Gold Corp.: Zur Aktie der Barrick Gold Corp. muss man wohl wenig sagen. Nach der Übernahme des Konkurrenten Placer Dome im Jahr 2006 zum größten Goldförderer der Welt aufgestiegen, fördert Barrick Gold Corp. neben Gold auch noch Silber und Kupfer, wobei der Fokus des Unternehmens ganz klar auf Gold liegt. Zuletzt gab es daher, unseres Erachtens durchaus ernstzunehmende, Marktgerüchte, dass Barrick Gold einen erneuten Versuch zur Übernahme des Konkurrenten NovaGold unternehmen könnte. Dies hatte die Barrick Gold Corp. in der Vergangenheit schon einmal versucht, scheiterte damals jedoch mit ihrem Übernahmeangebot noch am Veto der (Alt)Aktionäre. Nachdem die NovaGold Aktie sich in der Zwischenzeit jedoch ca. -30% verbilligt hat, würde ein erneuter Übernahmeversuch derzeit durchaus Sinn machen. Aber egal ob es zu dieser Übernahme doch noch kommt oder nicht, Barrick Gold ist einfach gut aufgestellt. So plant das Unternehmen auch ohne Übernahmen eine deutlich Erhöhung des Goldausstosses, was bei den aktuell hohen Goldpreisen natürlich eine schöne Sache ist. Insofern ist die Aktie, die in den letzten Wochen zusammen mit dem Goldpreis ja ein wenig schwächelte, aus unserer Sicht derzeit ein wirklich interessanter Kaufkandidat. Immer vorausgesetzt natürlich auch hier, dass man als Anleger von stabilen bzw. besser noch steigenden Goldpreisen ausgeht.

3.) Silver Standard Resources Inc.: Und auch auf Platz 3 steht diese Woche ein Unternehmen aus dem Edelmetallsektor, nämlich die ebenfalls an der TSX gelistete Aktie der Silver Standard Resources Inc. Anders als First Majestic Silver fördert Silver Standard Resources jedoch neben Silber auch noch Blei, Gold und Zinn (nicht Zink!). Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens ist in diesem Fall Nord- und Südamerika, in erster Linie Argentinien (Silver Standard Resources Inc. betreibt z.B. die größte argentinische Silbermine überhaupt) sowie Australien. Insgesamt betreibt das Unternehmen 14 verschiedene Projekte, wovon ihm zwölf Projekte zu 100% gehören. Darüber hinaus ist man an einem Projekt zu 70% und an einem weiteren Projekt zu 55% beteiligt, so dass man alles in allem sehr breit und damit gut diversifiziert aufgestellt ist. Daher halten wir den aktuellen Börsenwert in Höhe von knapp 1,4 Mrd. US-Dollar respektive knapp 1 Mrd. Euro für zu niedrig und können uns auch in diesem Fall der Meinung unserer sharewise Top100 Mitgliede vollumfänglich anschließen. Auch hier jedoch unter einer Einschränkung, denn Voraussetzung für eine gute Performance der Aktie ist eben auch hier ein stabiler bzw. steigender Silberpreis!

 

Die sharewise Aktienrangliste enthält nur die Aktien, die aktuell von unseren Top 100 Mitgliedern verstärkt zum Kauf empfohlen werden. Auf Basis dieser Aktienrangliste wird jede Woche die Aktie ausgewählt, die wir im Rahmen unseres sharewise Börsenbrief besprechen. So ist gewährleistet, dass unsere Leser vom sharewise Konzept der „Weisheit der Vielen“ und davon, welche Aktien unsere nachweislich besten Mitglieder aktuell favorisieren, profitieren. Uns interessieren dabei vor allem die Neueinsteiger in die sharewise Aktienrangliste. Denn diese Aktien wurden dann von vielen Top 100 Mitgliedern neu zum Kauf empfohlen. Meistens gibt es dann bei dieser Aktie ein aktuelles Ereignis wie z.B. sehr gute Quartalszahlen. Oder die Aktie ist stark gefallen, hat einen Boden gebildet und wird deshalb zum Kauf empfohlen. Wir von sharewise beobachten die sharewise Aktienrangliste und suchen die beste Aktie aus. Diese Aktie analysieren wir dann für Sie und sagen Ihnen genau, ob Sie die Aktie kaufen sollen. Alle Aktien auf der sharewise Aktienrangliste werden täglich mit Umsätzen von durchschnittlich mindestens 500.000 € gehandelt.

2 Comments

  1. Lars said:

    Ich kann mich der Meinung der Sharewise Mitglieder zwar nur bedingt anschließen, finde aber die Aktienauswahl für einen erneuten Anstieg bei den Edelmetallen durchaus interessant. Vorerst rechne ich allerdings nicht mit deutlich anziehenden Silber- oder Goldnotierungen. Sehen wir eine Jahresendrally an den Aktienmärkten spricht einiges dafür das wir bald tiefere Kurse sehen…und wie schon gesagt dann kaufe ich auch mal Gold und Silber 😉

    • Hari Seldon said:

      Richtig Lars, und im übrigen ist Silver Standard Resources unabhängig von der Timingfrage für mich persönlich eher unattraktiv wg des politischen Risikos in Argentinien. Wer das ein bischen verfolgt weiss, dass der Kirchner fast alles zuzutrauen ist, nach der sicheren, rauschenden Wiederwahl in 2 Tagen sowieso. Das Risiko rechtfertigt deutliche Abschläge bei SSRI. Andere Silbertitel haben auch Minen in politisch unsicheren Ländern, aber wenn sich das auf mehrere Länder verteilt, kann man damit leben. SSRI hat aber ein Klumpenrisiko in Argentinien, denn die Pirquitas Mine ist die einzige im Portfolio von SSRI die richtig in Produktion ist. Der Rest – auch in anderen Ländern – ist noch im Bereich Exploration/Development. Ich sehe für mich daher keinen Grund das in Kauf zu nehmen, wenn ich auch andere ähnlich attraktive Silberminen haben könnte, die in ihrem Umsatzmix politisch weniger riskant sind. Ich neige da zb eher zu Hecla Mining (HL), preislich ebenso verprügelt wie SSRI aber mit einem Schwerpunkt der Aktivitäten im politisch sicheren Nordamerika.

      Aber unabhängig von der Titelwahl, gilt meine Meinung aus diesem Artikel sowieso weiter: abwarten und Füsse still halten. In welche Richtung die Edelmetalle ausbrechen ist unklar und ein zweiter Teil der Korrektur mit Gold Richtung 1400USD und Silber Richtung 20USD keineswegs unmöglich.

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