Weitehin Chaos bei UBS und Lehman Brothers

UBS vor neuer Kapitalerhöhung?
Ballast gab es reichlich. Der kommt zum einen von der UBS. Die Bank schickte zwar nicht die befürchtete Gewinnwarnung auf den Weg. Doch die Schweizer kündigten für Oktober eine außerordentliche Generalversammlung an. Börsianer befürchten Ungemach und spekulieren, dass möglicherweise eine neue Kapitalerhöhung auf den Weg gebracht wird. Offiziell sollen bei dem Aktionärstreffen vier neue Verwaltungsräte bestellt werden.

Die UBS wurde zudem von Merrill Lynch abgestraft, die Bank strich die Schweizer Aktie von ihrer „Europe 1 List“. Auf dieser Empfehlungsliste sind jene Aktien, von denen Merrill Lynch eine signifikant positive Kursentwicklung erwartet. UBS verloren mehr als sechs Prozent auf 20 Franken. Die Aktie sackte damit sogar unter ihren Ausgabekurs der unlängst abgeschlossenen Kapitalerhöhung. Das könnte nach Händleraussagen weitere Verkäufe frustrierter Anleger ausgelöst haben.

Lehman-Aktie nur 15 Dollar wert?
Schwerer Ballast kam zum andern aus den USA. Ein Analyst hatte seine Gewinnerwartungen für die Investmentbanken Morgan Stanley und Merrill Lynch gesenkt und damit Anleger beunruhigt, die sich um die Auswirkungen der Finanzkrise sorgen.

Dazu kamen Gerüchte, dass die Investmentbank Lehman Brothers möglicherweise verkauft wird. Man munkelte, die Bank könnte für 15 Dollar je Aktie und damit weit unter dem derzeitigen Marktpreis verkauft werden. So sei unter anderem die Rede davon, dass die britische Bank Barclays ein Angebot für Lehman vorlegen könnte. Ein Sprecher von Lehman wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern, doch das Gerücht brachte die Aktie unter Druck: Das Papier brach gestern um fast elf Prozent ein. Die Aktien schlossen bei 19,81 Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit dem Jahr 2000.

Laut einem Händler hieß es am Markt zudem, Lehman-Chef Richard Fuld habe sich bei einem Investoren-Treffen in Boston pessimistisch geäußert. Quelle: börse ARD

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