Warum ich derzeit amerikanische Aktien kaufe…

Die Welt verändert sich permanent und so ist es auch in diesen Tagen. Der Dollar dem viele Fachleute schon ein endgültiges Ende als Leitwährung prophezeit haben gewinnt wieder deutlich an Stärke. Getragen von den zuletzt deutlich besseren Konjunkturdaten aus den USA ist diese Entwicklung einigermaßen nachvollziehbar. Einigermaßen deswegen weil ich generell den Eindruck habe das wirtschaftliche Zusammenhänge seit einigen Monaten außer Kraft gesetzt wurden. Wie auch immer ich bin der Meinung das der Dollar vor einem Comeback stehen könnte und sich von seinen Tiefsständen bald wieder absetzen wird.

Dass die US-Devise so kräftig an Wert gewinnt, wenn positive Konjunkturmeldungen in Amerika veröffentlicht werden, war in den vergangenen Monaten selten zu beobachten. Gestärkte Hoffnungen auf eine Erholung hatten oft dazu geführt, dass die Anleger risikofreudiger wurden – was wiederum den Greenback unter Druck setzte. Dies kam daher, dass in den turbulenten Wintermonaten viele Investoren ihr Geld in Dollar-Papieren geparkt hatten. Seit dem Frühjahr lösen sie die Positionen wieder auf, um in riskantere Anlagen zu investieren: etwa Anleihen aus Schwellenländern, die mehr Rendite versprechen.

Es ist also durchaus möglich das sich der Greenback ebenso wie zumindest weite Teile der US Wirtschaft schneller erholen als angenommen. Und wie schon vor einigen Monaten prophezeit werden die US Märkte rasanter aus der Krise wieder auftauchen als die europäischen. Wenn dann also noch ein Währungsgewinn zur Kurssteigerung einer Aktie als Bonus oben drauf kommt ist die Investition voll aufgegangen. Des weiteren betrachte ich eine Investition in den Dollar derzeit als gewisse Risikoabsicherung.

Die „Wurzel allen Übels – der US Immobilienmarkt“ zeigt deutliche Anzeichen einer Besserung oder gar Trendwende. Sollte sich dies bestätigen werden gerade die Immobilienwerte wieder sehr schnell aus der Versenkung auftauchen. Siehe Freddy Mac (plus 145%) und Fannie Mae (plus 80%) sowie Doral (Plus 62%) alleine gestern.Ich habe das Trading Depot gestern noch um Doral Financial und Lee Enterprises erweitert sowie erneut eine kleine Position Georgia Gulf und bin damit zu nahezu 100% in US Werten investiert.

2 Comments

  1. Lars said:

    Das ist so natürlich richtiger…ich habe es lediglich etwas pauschaler ausgedrückt. Dennoch sollte man diese liquiditäts-getriebene Hausse nicht unterschätzen. Ich bin mir auch ganz sicher das es nochmal zu einem deutlichen Rücksetzer kommen muss. Nur wann ist die Frage! Vielleicht sind wir ja seit gestern schon mittendrin…? Mit „Investieren“ hat der gesamte Börsenmarkt schon lange nicht mehr viel zu tun. Es geht eher darum kurzfristig Geld zu verdienen und keines zu verlieren in einem Markt der hoffentlich irgendwann wieder so stabil ist das man „investieren“ kann.

    Gruß
    Lars

  2. Markus M. Müller said:

    Die „Wurzel allen Übels“ ist nicht der US-Immobilienmarkt, sondern die kreditbasierte US-Gesellschaft und der fette Staat mit seinen unerfüllbaren finanziellen Verpflichtungen (> 60 Bio.).

    Der Immobilienmarkt war nur ein Symptom des tiefer liegenden Problems. Wer soll denn jetzt Häuser kaufen? Ausser den Chinesen können sich doch kaum Amerikaner die Häuser leisten – sie sind ja arbeitslos…

    Die Gewinne der Unternehmen sind nicht nachhaltig, sondern basieren entweder auf Kostenreduktion oder Bilanzmanipulationen. Die Umsätze sinken gewaltig. Der aktuellen „Mini-Hausse“ fehlt damit das Fundament. Sie ist allein auf Hoffnung aufgebaut.

    Das alles macht mich sehr vorsichtig ggü dem US-Markt. Ich lasse deshalb meine Finger davon und investiere nichts in USD.

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