Der starke Yen und Honda belasten den Nikkei

Das war dann wohl nichts mit einem versöhnlichen Wochenstart. Die Vorgaben aus Asien sind wiedermal extrem schlecht. Der Index SSE der Börse in Shanghai sackte am Montagmorgen zeitweise um mehr als sechs Prozent ab. Ähnlich hart traf es den 225 Werte umfassenden Nikkei-Index mit einem Absturz um 6,4 Prozent auf 7.162 Punkte. Der Index notierte damit zeitweise so niedrig wie zuletzt im Jahr 1982.

Das Betriebsergebnis des zweitgrößten japanischen Autobauers Honda wird laut einem Zeitungsbericht um rund 40 Prozent einbrechen. Das Unternehmen ist wie viele andere auch stark vom Export abhängig. Und da verdüstern sich die Aussichten wegen des stark steigenden Yens. Für einen US-Dollar mussten am Morgen nur noch 93 Yen bezahlt werden und damit so wenig wie seit 1995 nicht mehr. Am Wochenende hatte sich die Gruppe der sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7) besorgt über die starke Yen-Aufwertung gezeigt.

Angesichts der Kurseinbrüche an der Börse hat der japanische Regierungschef Taro Aso am Montag seine Regierung mit der unverzüglichen Ausarbeitung von Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes beauftragt. Die wichtigste Neuerung: Statt 2000 Mrd. Yen (rund 17 Mrd. Euro) soll die Obergrenze der staatlichen Finanzspritzen für angeschlagene Banken jetzt 10.000 Mrd. Yen betragen. Das berichteten japanische Medien.

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